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Die Ronin - Wächter in der Weite

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Die Ronin - Wächter in der Weite

Beitrag von Alter Eremit am Fr März 25, 2016 11:42 am




GUIDE

Die Ronin - Wächter in der Weite




Allgemeines:
Jedes zivilisierte Reich braucht eine harte Schale, welche die Errungenschaften von Ordnung, Bildung und den Schönen Künsten abgrenzt von den chaotischen Mächten der Wildnis. So fortgeschritten eine Gesellschaft auch sein mag, sie benötigt dennoch jemanden, der die Drecksarbeit erledigt und draußen hält, was sich nicht kontrollieren lässt. In Minkais Falle ist diese Grenze die Weite von Osogens Grasland, eine immense Pufferzone zwischen dem Reich der Samurai und den wilden Landen, in denen Zähne und Klauen den Ton angeben.
Hier wachen die Ronin, eine Armee von Abenteurern und Zweitgeborenen, Entehrten und Heimatlosen. Sie gelten als verrohtes Zerrbild zum strahlenden Samurai, der seine Ehre mit dem Schwert verteidigt. Sie kämpfen nicht gegen Feinde, die Ruhm versprechen, wenn man sie besiegt, sondern die man einfach töten muss, weil es ums bloße Weiterbestehen geht. Man erntet keinen Ruhm im Kampf mit Bestien, und viele Samurai haben nur Geringschätzung für die Männer übrig, die diese Kämpfe führen müssen, als würden sie sich dadurch, dass sie sich mit diesem unwürdigen Feind abgeben, auf die gleiche, niedrige Stufe stellen.

Der Anführer


Shimazu Akira
Stahl für Oda, Holz für meinen Bruder, Papier und Tinte für Kasai. Nutzlose Söhne und Schwarzpulver zu mir!

Nüchtern, effizient, wenig einfallsreich. So oder ähnlich wird Shimazu Akira wohl irgendwann in die Geschichtsbücher eingehen. Und manch kritisches Werk wird wohl noch seine grausamen Züge, einen so gut wie nicht verborgenen Menschenhass und enorme Verbitterung hinzufügen.
Der jüngere Bruder von Shimazu Naosuke, dem Daimyou Sakakabes, ist unumschränkt der Starke Mann in den Graslanden. Dass er Ronins Lager führen würde, wußte Akira von Beginn an. Der Platz an der Spitze einer echten Provinz war ihm nie vergönnt, nie in Aussicht gestellt. Die Bürde eines Zweitgeborenen ist keine seltene Sache, und so mancher landloser Bandit, der nichts erbte als sein Schwert, weiß wohl ein grausigeres Lied davon zu singen. In Akira aber weckte sein Schicksal einen seltsamen Wesenszug: Eine Mischung aus Hass auf die gesellschaftlichen Regeln und Stolz, dennoch etwas wie eine inoffizielle, Vierte Provinz führen zu dürfen.
Sein Führungsstil ist straff und eisern. Er begegnet der Welt wie ein geprügelter Hund, der stetig die Zähne fletscht. Er ist kein Daimyou, er ist ein Shogun [General]. Er verwaltet keine Zivilisten, er führt Soldaten. Seine Gesetzsprechung ist die Härteste in ganz Minkai: Nirgendwo verliert man schneller einen Finger, eine Hand oder den Kopf. Hier existiert sogar eine Strafe, wie sie jeden respektablen Samurai in Angst und Schrecken versetzt: Das Verweigern des Sepukku, das Sterben ohne Hoffnung auf Rettung der Ehre. Ein Samurai, selbst ein Ronin, verliert dadurch mehr als sein Leben.
Zweitklassiges Eisen braucht es heißer und härter. Ich arbeite mit Abschaum, mit der Schlake eurer Essen. Wer beschwert sich?
Es ist, als verachtet Akira seine eigenen Männer. Dies stimmt nicht - er weiß, was er an seinen Leuten hat. Und doch steht er vor aller Welt und lässt kein gutes Haar an ihnen. Als wolle er alle darin bestätigen: Ja, Ronins Lager ist voller Strauchdiebe, Geächteter, Enterbter und "Zu-spät-Geborener". Ja, ihr wisst alle, wie nutzlos sie sind. Als wenn er sich an ihnen dafür abreagieren muss, ans Ende der Welt verbannt zu sein.
Und doch gibt er diesen Männern und Frauen eine Chance. Er tut es wohl ziemlich unwillig, aber er tut es. Er stellt die höchsten Andorderungen, verhängt die härtesten Strafen und formt dadurch eine echte Armee aus Kriegern, die in den drei Provinzen wohl lediglich Banditen geworden wären.


Osogens fleischfressende Pferde


Unheimliche Geschichten ranken sich um die Elite-Einheit des Grasland-Shoguns. Es heißt, die Pferde dieser Truppe besäßen Reißzähne und würden Fleisch fressen. In der Schlacht gebärden sie sich wie Raubtiere und scheinen darauf versessen, als bessere Kämpfer dazustehen als ihre Reiter.
Dies ist in der Tat der Fall. Sämtliche Pferde von Akiras Elite-Truppe sind von Erd-Oni besessen, welche die Körper ihrer "Gefäße" in eine Form brachten, die ihnen besser gefiel. Zumindest, soweit ihnen dies möglich ist. Die Zähne sind schärfer, und ihre Mägen sind in der Tat in der Lage, Fleisch zu vertragen - wenn auch nicht in großen Mengen. Sie müssen folglich noch immer grasen. Macht es allerdings nicht besser.
Die Oni betrachten sich als vollwertige Mitglieder der Einheit. Entsprechend eifrig kämpfen sie und steigen sogar im Rang auf. Ihre höchste Ehre wäre es, Reittier des Shogun sein zu dürfen.


Raketen & Musketen


Jedes Heer von Minkai setzt inzwischen Feuerwaffen ein. Doch nur die wenigsten Truppen tun es so wie die Ronin des Graslandes. Während man anderswo gegenüber diesen relativ modernen Waffen und deren Ungenauigkeit nur die Augenbraue hebt, bilden die Ronin ganze Streifen an Musketen aus. Als eine Armee, die zu größten Teilen aus Reitern besteht und in der freien Ebene zuwerke geht, verfügen sie über die nötige Beweglichkeit und auch das Gelände, um den größten Nutzen aus Feuerwaffen zu ziehen. Die beliebteste Taktik besteht darin, abzusitzen, eine Schützenlinie zu bilden, eine Salve zu feuern und sogleich wieder aufzusitzen. Dies verlangt unter anderem zuverlässige Pferde, die an die Knallerei gewöhnt sein müssen und somit nicht im Krach Reißaus nehmen.
Die Ronin verfügen auch über Artillerie in Form von Raketen, welche ganz allgemein einen infernalischen Lärm verursachen und spektakulär aussehen, wenn sie losgelassen werden. Sie treffen selten etwas, denn Raketen gelten allgemein als launisch und unberechenbar. Im Erschrecken von Feinden, die Feuerwaffen nicht kennen, sind sie ideal.


Die Feinde im Grasland


Osogens Grasland ist eine raue Gegend. Hier treiben sich unfreundliche Gesellen umher, welche für Bürger Minkais häufig nur Hunger oder Hass verspüren. Die größte Gefahr stellen eindeutig die Yokai dar: Tsuchigumo gedeihen in der Weite der Steppe ausgezeichnet. Sie bilden hier größere Rudel als im Süden Minkais und können, wenn sie nicht vorher mit einem überlegenen Feind zusammenstoßen, zu beachtlicher Größe heranwachsen.
Auch Kitsune sind ein stetiger Krisenherd. Die Fuchs-Yokai beherrschten die weite Ebene in der Zeit der Yai-Herrschaft bis über ganz Sakakabe und tief nach Kasai hinein. Inzwischen sind sie natürlich weit, weit nach Norden verdrängt worden. Während Kitsune für gewöhnlich nicht böswillig sind, gibt es doch immer wieder Unruhestifter, die ihre Stämme zu Überfällen oder gar "Eroberungsfeldzügen" anzustacheln. Das Verhältnis zwischen Kitsune - oder Yokai generell - und Menschen ist stets angespannt und voller Reibereien, doch hier oben entzünden sich diese Reibungen gern mit einem kriegerischen Funken.
Generell lautet die Parole natürlich, dass es keinen Krieg mit ihnen gibt, und es gibt auch viele friedlich gesinnte Kitsune, die ab und an sogar Kundschafter-Aufgaben für die Ronin erledigen. Viele Ronin sind aufgrund der regelmäßigen Attacken aufständischer Kitsune dennoch sehr voreingenommen gegenüber den Fuchs-Yokai.


Die Sieben Tropfen Minkais


In Shimazus Heer beginnt jeder Neuzugang als Ashigaru, unabhängig seines früheren Ranges. Um in den Rang eines Samurai aufzusteigen und sich das Recht auf ein eigenes Kommando zu verdienen, muss man dem Shogun sieben verschiedene Weine aus ganz Minkai servieren.
Kurzum: Man hat eine Reise anzutreten, welche den Reisenden durch sämtliche Provinzen des Reiches führt, eingeschlossen das Niemandsland im Norden Odas. Dabei hat man die freie Wahl, in welcher Reihenfolge man die Provinzen bereist: Entweder nimmt man das inoffiziell "Provinz der Monster" genannte Niemandsland direkt zu Beginn der Reise oder spart es sich auf für das bittere Ende.
Damit alles seine Richtigkeit hat und der Prüfling nicht schummelt, indem er die Weine etwa bei einem äußerst gut ausgestatteten Händler kauft, muss der Reisende natürlich auch Unterschriften sammeln. Dazu besucht er die Tempel des "Grünen Kreises" in den auf dem Weg liegenden Städten. Dort lässt er sich sich seine Anwesenheit bei einem der Jägermönche abstempeln und somit bestätigen.
Diese Reise durchs ganze Land kommt im Grunde einer kleinen Heldentat gleich: Sie garantiert, dass der Prüfling entweder ein meisterhafter Krieger, ein ausgezeichneter Reiter, ein riesiger Glückspilz oder alles auf einmal ist.
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Alter Eremit
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