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Mai

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Ruinen Tokyos

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Ruinen Tokyos

Beitrag von Mai am Mi Jul 04, 2018 12:16 am


Tokyo, die einst blühende Stadt und das Herz Japans ging unter, als der Gott Amaterasu herabstieg und es zerstörte. In Mitten der Ruinen Tokyos befindet sich ein gigantischer Krater, der dem Einschlag eines Kometen gleich kommt und Amaterasus Macht darstellte. Von dem Einschlagspunkt aus gen äußere Stadtgrenze ist alles verbrannt. Je weiter der Rand der Stadt besucht wird, desto mehr wird normale Vegetation gesehen. Tokyo wurde zerstört um Amaterasus Macht zu festigen.
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Mai

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Re: Ruinen Tokyos

Beitrag von Mai am Di Jul 10, 2018 1:13 am

Schnell jetzt. Beeil dich, wir wollen nicht noch mehr Zeit vertrödeln.... Jetzt ist unsere Chance, niemand schaut zu, wie wir hier einfach herum schlüpfen und vielleicht unser Ziel früher erreichen als vorgesehen. Mensch Mai, beeil dich!, sprach ein älterer Mann und hielt eine junge Frau mit orangenem Haar an sich zu beeilen. Sie liefen geduckt und während der Mann einen kampfbereiten Kimono trug hatte sich die junge Frau Kleidung einer früheren Zeit bedient. Sie trug eine Schuluniform bestehend aus Rock, Bluse, Strümpfen und einer Jacke, welche ihr bis zu den Kniekehlen ging.

Die junge Frau amtete schwer, da sie mit dem Tempo nicht mithalten konnte. Wurde sie doch erst vor kurzem gekauft und sollte nun für Diebeseinsätze benutzt werden. Schweiß rann ihr die Stirn herunter, während sie von hinten her von einem weiteren Mann angetrieben wurde.

In der Ferne konnte Mai Schreie hören. Sie waren grausig. Frauen, Kinder, sie riefen nach ihren Männern, lebten doch hier noch viele Menschen in den Ruinen, doch sie verstummten immer wieder und in jenem Moment walzte eine Feuerzunge gen Himmel.

Stille, das Rascheln von Gras und Laub, der Wind, welcher durch die Bäume raunte. Mai blieb stehen und hielt sich ihre Hand vors Gesicht um nicht die Haare in jenes zu bekommen. Sie glaubte dort hinter einem Baum.... nein, dort war nichts, oder doch? Sie wusste es nicht genau, aber es war ihr so, als hätte sie dort einen jungen Mann gesehen, welcher sie beobachtete.
MAI!, wurde sie angepampt und die junge Frau schrak zusammen.
Hai..... ich komme...., sagte sie nun und lief in Richtung des Rufes.

Beeilt euch. Wir müssen schneller werden, ihre Herrin wird bald da sein und dann soll das Menschenpack aus diesem Gebiet, welches nicht an sie glaubt zerstört sein., hörte man einen kleinen dicken Gnom blaffen, wobei mehrere Eidechsen sich zu den Häusern begaben, Luft holten und dann hinein spieen. Er wischte sich den Speichel vom Mund ab, welcher unaufhörlich lief. Er grinste zufrieden und grunzte leicht.

Flammen, sie begannen hoch zu schlagen, doch nicht durch die Häuser, sondern die Echsen fingen Feuer und rollten sich, ehe sie zu Asche zerfielen. Es war ein schneller tot, doch dort stand ein junger Mann in einer schwarzen Hose und einem weißen Hemd. Er hob die Hand und Flammen sammelten sich um jene, ehe er sie nach vorne hielt und die übrigen Echsen, sowie die Häuser Feuer fingen und zu verbrennen begannen. Der junge Mann riss die Augen auf, wollte er das doch nicht. Er hob die Hand um das Feuer sich wieder zu Eigen zu machen, als er von hinten etwas spürte, er wandte sich um und hielt beide Hände vor sich. Eine Barriere aus Flammen erschien und weitere Flammen klatschten gegen diese. Sie spalteten sich auf und begannen einen Teil der Stadt zu verzehren.
Hier wache ich!, raunte eine kindliche Stimme und hinter den Flammen kam eine junge Frau mit einem kleinen Feuerdrachen auf ihrer Schulter sitzend zum Vorschein und in ihrer Hand ein Schwert. Sie kam näher und der junge Mann schluckte.
Amaterasu....., entwich ihm, als über der Hand der jungen Frau eine Kugel aus reinem Feuer entstand. Die Sonne strahlte hell und der junge Mann wich zurück und versuchte ihr zu entkommen.

Mai, du bist einfach zu dämlich.... Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du dich ducken sollst und wie oft hast du es getan? Meine Fresse Mädel, vielleicht sollte ich dich als Lustsklavin weiterverkaufen. Deine Jungfräulichkeit bringt uns sicher viel ein. Ist ja keine Selbstverständlichkeit mehr in dieser Welt., wurde die junge Frau angepampt, welche gerade ein Kästchen Schmuck hoch hielt und es eigentlich ihrem Meister bringen wollte. Er packte sie am Kragen, stand mit dem Rücken zur Straße, ein wenig außerhalb des Hauses, als es heiß wurde. Eine Walze an Feuer bahnte sich seinen Weg durch die Straßen und lies Gebäude und auch Menschen, wie auch Vegetation gleichermaßen verbrennen. Der Mann, welcher Mai hielt war nicht mehr. Zurück blieb Asche und eine verstörte junge Frau, welche auf den Arm starrte, der sie noch gepackt hatte. Sie stieß ihn weg, da dieser noch brannte und das Feuer breitete sich aus und brannte den Arm auch zu Asche. Sie begann Panik zu verspüren und blickte sich um. Wo war der Andere? Sie wusste es nicht und so rannte sie auf eines der Fenster zu, welches nicht von Flammen umgeben war und sprang hinaus. Sie wollte weg. Ihre Beine zitterten, ihr Körper bebte, ihr Herz schlug rasend schnell. Panik war ein starker Antrieb, wenn es sein musste.

Sie rannte und dennoch, sie fühlte sich wie im Kessel und bemerkte, dass um sie herum es immer heißer wurde, dass die Flammen sich ausbreiteten und dann sah sie nach oben. Ein junger Mann stand auf einem Dach, eine junge Frau ihm gegenüber und ein Schwert ruhte im Herzen des jungen Mannes. Er starrte geschockt auf jenes und Mai wollte etwas sagen, doch sie bekam keinen Mucks heraus, denn die Flamen, das Zischen jener war verstummt. Zurück blieb nur eine beängstigende Stille. Der junge Mann wurde am Hals gepackt und hochgehoben, ehe das Mädchen ihn zu Boden warf und er vor Mai einschlug. Die junge Frau starrte auf den Körper vor sich und wich zurück. Sie wollte fliehen, doch ihr Bauch fühlte sich merkwürdig an. Sie blickte nach unten und sah dort gerade noch, wie eine Hand aus diesem gezogen wurde. Die junge Frau fiel vorn über und Blut ran aus ihrer Wunde, während das junge Mädchen zu dem Jungen herab stieg und seinen Kopf abtrennte. Sie wirkte gefühllos als sie dies tat und dann seinen Leichnam verbrannte. Als sie wieder hoch kam sah sie das Mädchen nicht mehr, jedoch eine Blutspur auf dem Boden. Sie sah sich um und begann zu überlegen. Wenn der Avatar Kagutsuchis tot war, wer würde der Nächste werden? Einer hier in der Nähe, ganz sicher, doch das Mädchen konnte er nicht mehr retten, oder doch? Sie musste sie umbringen, bevor dies passierte. Weshalb nun ein Drachen erschien und die junge Frau mit hochnahm. Sie hob die Hand und eine Feuerkugel entstand. Größer als vorher und sie erhellte die gesamte Stadtruine.

Es tat weh. Sie hatte das Gefühl, dass sie kaum noch etwas spüren konnte, dass ihre Finger taub waren, dass ihr Körper anfing taub zu werden, weshalb sie auch ausrutschte und die Treppe herunter fiel. Es tat weh und sie landete auf ihrem Rücken. Sie hustete und spuckte Blut auf den Boden, doch dann rappelte sie sich auf und wollte sich umschauen, doch mehr als Finsternis und einem Flüstern im Dunkel konnte sie nicht vernehmen. Mai begann schwarz vor Augen zu werden, ehe sie umkippte.
Lebe....., konnte sie jemanden hören, ehe sie nichts mehr mitbekam und ohnmächtig wurde. Ihre Wunde indes begann sich zu schließen und ihr Körper kurz zu glühen.
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Re: Ruinen Tokyos

Beitrag von Sarutobi Ringo am Di Jul 10, 2018 9:06 am

Die Ratten dieser Stadt waren sehr gesprächig. Leider redeten sie vor allem über Müll.
Ringo Sarutobi mochte Tiere, Menschen dafür etwas weniger. Sie mochte Städte nicht besonders, Wälder und Berge dafür umso mehr. Was sie nach Tokyo verschlagen hatte, war ein Bauchgefühl gewesen. Der neunschwänzige Fuchs, der ihr im Traum erschienen war und ihr ausdrücklich gesagt hatte, hierher zu gehen und sich umzuschauen, war auch nicht ganz unschuldig daran. Nein, sie wollte nicht hier sein, doch wenn Inari das so wollte, konnte sie schlecht Nein sagen.
Sie kletterte als Makake über die Ruinen der Hochhausfassaden, streunte als Hund durch die Straßen und huschte als Ratte durch die Abwasserkanäle. Ganz kurz war sie auch mal ein Tiger, weil die Ratte, mit der sie gerade im Gespräch war, ihr allzu nervig wurde mit dem Gerede über Müll. Sie biss ihr den Kopf ab. Die Natur war eine faszinierende Sache.
Dann wurde es laut. Ringo legte die runden Katzenohren an. Irgendwo lebte Feuer auf, kraftvoll und heiß. Etwas Großes war im Gange. Sie wurde wieder kleiner, schrumpfte auf handliche Hundegröße zurück. Hüpfte als Shiba Inu durch ein eingeschlagenes Fenster und in ein leer stehendes Haus, einen längst geplünderten und verwüsteten Supermarkt. Von dort aus wieder durch die Straßen. Sie wünschte einmal mehr, etwas Fliegendes im Repertoire zu haben, das als unauffälliger Späher fungieren konnte. Doch Nein, wenn es schnell und heimlich gehen musste, war sie auf vier Beinen immer noch am besten unterwegs.
Kurz erfasste sie in nicht allzu großer Ferne, auf einem Hausdach stehend, zwei Gestalten. Offenbar Kämpfer, Gegner. Der Eine, ein Mann, starb gerade. Der Andere, eine Frau, stürzte ihn in die Tiefe.
Die Frau, die war stark. Ringo verlor sie zwar aus den Augen, aber nicht aus der Nase. Bei der Witterung stand ihr das Nackenfell zu Berge. Hier würde sie sich nicht einmischen. Doch sie hatte das Gefühl, nicht zufällig Zeuge dieser Macht geworden zu sein. Kämpfe zwischen Avataren - sie nahm stark an, dass es ein Solcher gewesen war - erlebte man nur selten. Daraus konnte man ruhig ein Zeichen deuten.
Als sie Nachlese hielt, fand sie Blut, eine Spur davon, der sie folgte. Am Fuße einer Treppe begegnete sie dem Ursprung der Spur. Ein Mädchen. Der Masse an Blut, die um sie herum verspritzt war, hätte sie tot sein müssen. Doch sie lebte. Wohl noch ein Zeichen. Ringo kam näher, mit dem Schwänzchen wedelnd. Wurde zum ersten Mal, seit sie in Tokyo war, zum Menschen. Graublaue Augen musterten den Bauch der Bewusstlosen, der wohl vor kurzem noch schwerst verwundet gewesen war. Sie legte die Hand darauf. Klopfte darauf. Interessant.
Ringo trug Kleidung, die für Heimlichkeit gedacht war: Eine Ninniku Yoroi, den schwarzgrauen Anzug der legendären Shinobi. Sie nahm den Arm der jungen Frau und zog ihn sich über die Schultern.
Wollen doch einmal sehen, murmelte sie, ob ich dies hinkriege ...
Wenn sie es taktisch anfing, konnte das Ganze sehr elegant aussehen. Ihr schmaler Körper streckte sich schon wieder, beugte sich vor und wurde größer. Nahm viel mehr Masse an. Sie hielt das Mädchen fest, solang das ging, doch irgendwann wurden aus zwei Armen zwei Beine, aus Händen wurden Hufe, und dann konnte sie bloß hoffen, dass die Bewusstlose nicht mehr abrutschte, sondern ganz von selbst auf Ringos Rücken lag. Auf dem Pferderücken.
Ringo wandte den lang gewordenen Kopf ein wenig herum, war nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, doch es musste wohl reichen. Sie setzte sich in Bewegung, mit ihrer Last, und suchte ein gutes Versteck in den Ruinen. Vielleicht wieder der Supermarkt?
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Sarutobi Ringo
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Re: Ruinen Tokyos

Beitrag von Mai am Do Jul 12, 2018 11:28 pm

Es dauerte eine Weile, ehe die junge Frau ihre Augen wieder öffnete. Ihr tat der Bauch weh und sie musste sich orientieren, als sie etwas ihr Vertrautes ausmachte. Es war ein blonder Schopf, doch dies konnte nicht sein, oder doch?
Mutter? Mutter seid Ihr das?, fragte sie in den Raum hinein. Sie versuchte mehr zu machen, doch schmerzte ihr Bauch zu sehr und sie rollte sich auf die Seite. Tränen rinnen ihre Wange herab und Mai war unsicher, was sie jetzt machen sollte. Wenn diese Frau jemand war, der ihr was böses wollte, so wie dieses süße kleine Mädchen, was war dann? Sie war dieser Frau ausgeliefert, aber dennoch. Es war ein komisches Gefühl, jetzt wo sie darüber nachdachte.

Sie hielt sich den Bauch, merkte, dass dort der Stoff nicht mehr war und dennoch, die klaffende Wunde, die sie bis vor kurzem Hatte, sie war fort. Wo war sie hin? Mai verstand das nicht. Warum war sie verletzt und dann doch nicht? Sie hatte auch das Gefühl gehabt, dass es ihr den Magen zerschlagen hatte, dass sie nun verbluten würde oder durch die Salzsäure innerlich verätzen würde, doch nichts… gar nichts. Sie konnte es nicht verstehen und so erhoffte sich die junge Frau ein wenig Aufklärung von der Anderen, zu der sie sich nun hin rollte und sie anstarrte.

Ihre violetten Augen fixierten den blonden Schopf. Ihre Augen waren besser geworden und sie konnte nun genau erkennen, dass die Andere viel zu jung war um ihre Mutter zu sein, immerhin war sie doch vielleicht in ihrem Alter?
Verzeiht mir bitte… ich habe gedacht ich würde meine Mutter sehen, doch dem war nicht so… sie … nun ja… vielleicht hatte ich die Hoffnung sie hätte mich zurück geholt…, sprach sie nun unbedacht und dachte daran, wie ihre Mutter sie einfach den Herren mitgegeben hatte und dabei sogar gelacht hatte, ihr mit einem weißen Taschentuch nach gewunken hatte und ihr eine schöne Zeit mit den Herrschaften wünschte. Immerhin war sie von ihrer Mutter verkauft worden, eiskalt und ihr Vater? Den hatte sie nicht mehr gesehen, denn dies geschah in seiner Abwesenheit … Wo war sie hier noch gleich? Sie hoffte noch immer in Tokyo und nicht an einem Ort, an dem sie nicht sein wollte.

Sie machte sich auch Gedanken darüber, wie lange sie wohl geschlafen hatte, immerhin konnte es ja sein, dass sie mehrere Tage schon vor sich hin geruht hatte. Sie seufzte innerlich und hoffte auf ein paar Informationen von der jungen Frau, welche dort saß.

Es war ein schmutziger Laden, über all lagen verbrannte Lebensmittelreste herum und es schien nicht so, als würde noch viel brauchbar sein. Auch der Geruch von Schwefel durch das Verbrennen war allgegenwärtig. Sie schluckte schwer und versuchte sich langsam aufzusetzen. Vorsichtig berührte sie dann, als sie endlich saß ihren Bauch. Sie konnte ihn fühlen, er war flach und staff, wie eh und je und dennoch fühlte sie sich irgendwie anders und ihr Körper begann zu beben. Es war kalt geworden und Mai fror fürchterlich. Nach all der Hitze schien die Umgebung wieder zu erkalten und das wiederum konnte bedeuten, dass es … Sie hörte es schon, es begann zu regnen und nicht irgendwie, sondern fast schon Monsumartig, was aber noch keine Bedrohung für die beiden Frauen darstellen sollte, sondern erst, wenn es über Stunden hinweg so gehen würde.

In ihrer Zeit des Träumens und des Deliriums hatte Mai gedacht, sie sei von einem Pferd mit getragen worden und nicht von einem Mädchen wie sie es selber war. Wo war das Pferd? Gehörte es der anderen vielleicht?
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Re: Ruinen Tokyos

Beitrag von Sarutobi Ringo am Fr Jul 13, 2018 2:45 pm

Letztlich war wirklich der Supermarkt zum Unterschlupf geworden. In einiger Entfernung zur Schaufensterfront mit den zerstörten Glasscheiben hatte Ringo das bewusstlose Mädchen zu Boden gleiten lassen. Sodann war sie wieder zum Menschen geworden und an die Arbeit gegangen, ein halbwegs annehmbares Lager herzurichten. Und zwar überwiegend aus Zeitungen und Magazinen. Darauf hatte sie das Mädchen gebettet.
Dann hatte sie es sich selbst auf ähnliche Weise bequem gemacht und sich mit den Dingen beschäftigt, die sie so in ihren Taschen hatte. In einem Inro, einem kleinen Holzkästchen, trug sie einige gedrehte Kräuterkügelchen mit sich, die zur Vorbeugung von allerlei Krankheiten dienen konnten. Einige davon legte sie beiseite. Dann prüfte sie den Rucksack, in dem der Proviant war. Vor allem handelte es sich um Marschrationen - Reisbälle, Dörrfleisch und geräucherter Fisch. Auch holte sie einen Metall-Zylinder hervor, in dem in einem Bett aus trockenem Laub und Moos glühende Holzkohlen lagen. Sie fächelte ihnen Luft zu und fachte sie dadurch noch stärker an.
Ein echtes, offenes Feuer wollte Ringo hier nicht entzünden. Das Licht wäre in dieser Umgebung allzu verräterisch gewesen. Sie ging nur kurz los und sammelte Regenwasser in einem Topf, dann warf sie Teeblätter hinzu und begann, das Ganze zu kochen.
Währenddessen regte sich das Mädchen. Ringo stellte etwas betrübt fest, dass sie bald aufwachen würde. Dann würde sie sich mit ihr befassen müssen statt mit Nahrung oder Feuer oder allem anderem, was nicht widersprach.
Die ersten Worte des Mädchens ließen Ringos Augenbrauen steil in die Höhe wandern.
Du verwechselst mich, murmelte sie leise und wandte sich dem Tee zu. Die Rothaarige stellte nun auch fest, dass sie sich irrte, und gab eine Entschuldigung von sich.
Es ist in Ordnung, erwiderte sie mit sanfter, gemächlicher Stimme. Graublaue Augen verfolgten, wie das Mädchen sich umsah. Offenbar fror sie. Ringo nahm den kleinen Teekessel vom improvisierten Herd und schob den heißen Metallbehälter mit dem Fuß in Richtung der Rothaarigen.
Hier. Wärme. Sie kam sich unglaublich befangen vor. Wie lang war es auch her, dass sie mit Menschen zu tun gehabt hatte. Tee kommt ... nun.
Der dampfende Sud wurde in zwei Teeschalen geschüttet. Eine davon reichte Ringo zu dem Mädchen herüber. Zuvor ließ sie die Kräuterkügelchen noch hineinfallen.
Ich heiße Ringo, fügte sie schließlich hinzu, während sie sich daran erinnerte, wie diese seltsame Sache namens Konversation eigentlich ablief, Wie heißt du?
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Re: Ruinen Tokyos

Beitrag von Mai am Mo Jul 30, 2018 2:30 pm

Die junge Frau nahm dankend die Wärme an und beobachtete die Andere. Sie wirkte forschend, fast schon ein wenig neugierig, denn wann sah sie schon jemanden, der nicht wirklich mit ihrer Diebesbande zu tun hatte. Sie beobachtete dann wie Ringo den Tee bereitete und strich sich kurz durchs Haar.
Ringo'san... ich ... zunächst, verzeihen Sie mir, dass ich mich noch nicht vorgestellt hatte. Mein... mein Name ist Mai... einfach nur Mai... ich habe keinen Nachnamen mehr, nachdem ich verkauft worden war.. und ... auch wenn ich Ihnen dankbar bin, so muss ich zurück. Ich meine. ... die Käufer von mir werden mich sicher schon suchen und ... , sie brach ab, denn ihr fiel wieder ein, wie der Herr vor ihr zu Asche zerfiel und die Hand an ihrem Kragen hängen blieb. Sie schluckte und ergriff dann den Tee, welchen sie mit einem Schluck wegexte. Sie versuchte den Geruch von Schwefel wieder aus der Nase bekam, was im Endeffekt dazu führte, dass sie sich die Hand vor den Mund hielt und sich wegdrehte. Ihr war schlecht geworden und sie konnte nicht anders, sie erbrach sich. Ihr ganzer Körper bebte und Tränen stiegen ihr in die Augen.
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Re: Ruinen Tokyos

Beitrag von Sarutobi Ringo am Mo Jul 30, 2018 3:51 pm

Verkauft worden. Ringo furchte ein wenig die Stirn. Ach ja. Handel. Man tauscht Dinge. Diese Mai hatte sich selbst eingetauscht? Das klang durchaus interessant. Und ein wenig dämlich. Sie wollte die Rothaarige danach fragen, wie es so war, wenn man jemandem gehörte, sobald das Mädchen ausgeredet hatte.
Doch als Mai mit dem Reden aufhörte, war etwas anderes dann doch wichtiger. Sie drehte sich plötzlich weg, und die würgenden Geräusche, die sie von sich gab, ließen keinen Zweifel an dem, was sie tat.
Ringo erhob sich langsam. Nanu. Ist dir schlecht? Bist du vielleicht noch müde vom Heilen? Sie trat an Mai heran, tätschelte ihr den Rücken und putzte mit einem Tuch über deren Mund. Nach einem näheren Blick ins Gesicht des Mädchens wischte sie ihr auch noch über die Augen.
Du hast viel Blut verloren, erklärte sie ernst, Zum Glück bist du jemand wie ich; ein normaler Mensch wäre auf der Stelle gestorben.
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