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[Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

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[Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Alter Eremit am Mi Aug 05, 2015 12:31 pm

Der Akanomaru-Tempel stellt eine Niederlassung heilerisch tätiger Mönche dar, welche in jeder großen Stadt des Reiches zu finden ist. Die Mönche bieten ihre Künste ehrenamtlich an, wenngleich Spenden natürlich willkommen sind. Das Gebäude ist leicht zu erkennen, denn es wurde aus leuchtend roten Ziegeln erbaut. Holz als Baumaterial verbot sich von selbst, da die heilerischen Fähigkeiten der Mönche vor allem auf dem Einsatz des Erd-Elements fußen.
Und so gibt es auch keinen hölzernen Fußboden, sondern Fließen aus Schiefer. Es gibt auch keine Krankenbetten; Patienten werden einfach in flache Mulden gelegt und die Verletzungen mit Erde bedeckt. Dies unterstützt die heilende Wirkung der "Heilenden Steine" zusätzlich. Da und dort werden auch Erd-Oni eingesetzt, wahlweise in der Erde selbst oder in Wasserbecken.

Der Zusammenschluss der Akanomaru-Mönche hat sich vollauf dem Heilen verschrieben und steht jederzeit neutral. Jeder wird behandelt, ganz gleich, welche Herkunft oder welchen gesellschaftlichen Stand er haben mag.
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Re: [Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Rafuko Wanijima am Do Aug 06, 2015 5:16 pm

[Firstpost]


Mit Begleitung war Wanji in der Stadt angekommen, mit zwielichtiger Begleitung. Eine junge Frau, recht knochig und dazu mit teils isketanischen Wurzeln, dem blonden Haar nach, wollte unbedingt in die Stadt. Warum wollte sie nicht sagen. Er hatte sie schlussendlich durchgeschleust, in der Hoffnung dass dies kein Fehler gewesen war. auf der Strasse im äusseren ring hatten sich ihre Wege wieder getrennt, sie ging irgendwohin, der Mönch in den Akanomaru-Tempel um seine Dienste anzubieten. Er bekam dafür natürlich kein Geld, es war seine Aufgabe und seine Gesinnung den verletzten und Kranken zu helfen. Aber falls er doch etwas für bekommen sollte, er würde es sicherlich nicht ablehnen. Jack tänzelte auf seiner Schulter herum, er spürte wohl das Erd-Ki und war dementsprechend aufgeregt, wie immer, wenn er einen der roten Heiltempel betrat. Die Luft war geschwängert mit dem Geruch reichhaltiger Erde, aber auch Blut, salzigen Schweisses, diverser sonstiger Körperflüssigkeiten und dem süsslichen Geruch der Verwesung. Viele Leute wurden hier geheilt, aber auch viele starben hier.
Trotz den Gerüchen war der Eingang penibel sauber und einige Besucher standen besorgt herum. "Sind sie verletzt?", kam ein Mönch definitiv jüngerem Semesters, hilfsbereit auf den Glatzköpfigen zu. Vielleicht sah er müder aus, als er war nach der Reise. "Nein", antwortete Wanji. "Ich bin hier um zu helfen." "Helfen! Helfen", echote Jack auf- und abhüpfend, was ihm einige schräge Blicke einbrachte. Trotz nun einigen argwöhnischen Blicken liess man ihn durch. Immerhin waren helfende Hände immer gefragt, noch dazu welche, die wussten was sie taten. Und das tat der alte Mönch in der tat. Für eine gute Weile wechselte er nun Bandagen, heilte Wunden, und gab hin und wieder ein paar aufmunternde Worte von sich. der Oni wich nicht von seiner Seite und hatte seine Freude daran in einer so tollen Umgebung so viele Zauber wie er wollte wirken zu dürfen, natürlich unter strenger Aufsicht. Es war nicht gerade das Paradies was sich der Oni erhofft hatte, aber es war Etwas und allemal besser als in irgendeinen unlebendigen Gegenstand gestopft und missbraucht zu werden. Und er bekam sogar einige Süssigkeiten!
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Re: [Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Sarutobi Ringo am Fr Aug 07, 2015 5:48 pm

cf: Richtplatz

Den alten Mönch wiederzufinden, war leicht. Ringo brauchte ihre Vorstellungskraft nicht zu strapazieren, als ihre Schritte sie gen Akanomaru-Tempel lenkten. Das ziegelrote Gebäude war auch nicht schwer zu finden, und gleichsam war es geradezu ein Teffpunkt für Yamabushi. Folglich erregte sie in der Verkleidung als Bettelmönch keinerlei Aufmerksamkeit, wie sie so vor dem Krankenhaus stand, mit einer Bergziege an der Leine.
Der Alte war von der hilfreichen Sorte gewesen. Und ihr Sensei hatte sie stets dazu angehalten, sich Verbündete zu schaffen, wo sie auch hinging. Einkapseln und stur das Drumherum ignorieren seie das absolut Falsche. Man dürfe sich nie auf seinem bestehenden Kontakt-Netz ausruhen. Immer erweitern, immer mehr Verknüpfungen, immer weiter ausfächern und auswerfen. Man konnte nie wissen.
Vielleicht konnte sie hier nun einen Mönch "einsacken". Es wäre durchaus praktisch.
Kurzes Nicken, wie eine Bestätigung für sich selbst, dann marschierte sie durch den Eingang, nach wie vor den für Komuso typischen Weidenkorb auf dem Kopf. Das schwere Aroma fetter Erde stülpte sich ihr sogleich entgegen, und gleichzeitig ertönte erneut das Schnarren an der Grenze ihres Geistes. Ikon, dem Wasser-Oni gefiel es hier nicht. Er hasste Erde, und es bereitete ihm scheinbar geradezu körperliche Qualen, an diesen Ort gebracht zu werden. Doch da ließ sich wenig gegen machen. Mit Oni soll man kein Mitleid haben, dachte Ringo bei sich, schürte erneut ihren Ki-Fluss und schmetterte Ikons telepathischen Protest mit Schweigen ab. Zum Glück teilten seine Kumpel, Akon und Ukon, nicht seinen Unmut. Andernfalls wärs vielleicht nicht so leicht gewesen, ihn abzuwiegeln.
Die verkleidete Kunoichi band ihre Pack-Ziege im Eingangsbereich fest, als ein jüngerer Mönch sie bereits dafür tadelnd ansah, Kabibak überhaupt bis hierhin gebracht zu haben. Dann marschierte sie zielstrebig durch das Krankenlager. Das Geschnatter des Äffchens leitete sie dabei.
Wanjijima-san, grüßte Ringo den alten Mönch höflich, als sie ihn erreichte. So schnell trifft man sich wieder. Diesmal gab sie sich keine Mühe, ihre Stimme zu verstellen; ihr Gegenüber wußte ja ohnehin über ihr Geschlecht Bescheid. Und noch einiges mehr, was ihre Verkleidung gerade verschleierte.
Vorn war der Korb an bestimmten Stellen weniger dicht geflochten; es handelte sich dabei um Gucklöcher. Man konnte also sehen, wohin Ringos Blick wanderte, und im Moment richtete sie ihn auf die Patienten. Und das Äffchen, das quietschfröhlich umher hüpfte.
Ihr habt viel zu tun, wie ich sehe. In ihrem Ton schwang die unausgesprochene Frage mit, ob er plante, dies den ganzen Tag über zu tun.
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Re: [Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Rafuko Wanijima am Fr Aug 07, 2015 6:17 pm

Jack bemerkte den Besuch eher als Wanijima, der gerade dabei war einem jungen mann einige richtig arg aussehende Löcher im Fuss mit Alkohol zu säubern. Er war auf einen Rechen getreten, allerdings stellte sich dieser nicht auf, wie in den meisten Witzen, sondern war spitz und hatte sich direkt durch den Fuss gebohrt, es war nicht schön. "Ji!ji! Das Weibchen von vorhin! Sie ist z'rück!", kreischte Jack als er vom Patienten sprang und aufgeregt vor Ringo auf und abhüpfte. "Ah, Ringo-chan, schön dich so schnell wieder zu sehen", begrüsste auch der alte Mönch die junge Frau. Dann wandte er sich wieder dem Fuss des wimmernden Bauern zu. Er war gerade fertig gewesen mit dem säubern, glücklicherweise haben sie ihn direkt hierhergeschafft. Es sollte keine Infektion geben, wenn er die Wunde nun verband. "Verband Jack", erklang ein konzentrierter Befehl. Der Makake sauste davon, während er jedem mitteilte, was er zu holen hatte: "Verband! Verband! V'rband! V'rband!
"Natürlich, die Arbeit hier endet niemals. Allerdings sieht nichts mehr akut lebensbedrohlich aus, auch wenn Einige der Meinung sind, ein gestossener Zeh sei eine schwere Verletzung", witzelte er, auf Ringos Kommentar hin. "Also Kleine, was möchtest du noch?" Die Frage war nun etwas vorsichtiger gestellt. Er kannte sie kaum, wusste nicht woher sie war, nur dass sie in die Stadt gewollt hatte. aber anscheinend ging etwas nicht nach Plan, sonst würde sie garantiert nicht bereits wieder bei ihm stehen. In die inneren Kreise nahm er sie garantiert nicht mit, falls er hinein wollte. Nicht, dass er selbst da etwas zu suchen gehabt hätte, aber der Sprössling noch weniger. Jack kam derweil mit den Bandagen zurück. "Hier, hier, hier!" Er nahm sie dankend an und inspizierte sie erst. Sie waren sauber. Dann machte er sich daran den Fuss des Mannes fest zu umwickeln.
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Re: [Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Sarutobi Ringo am Fr Aug 07, 2015 6:48 pm

Nerviges, kleines Pelzding. Ringo warf dem Affentierchen einen giftigen Blick zu, als es schrill Meldung machte. Wenngleich der Böse Blick aufgrund ihrer Verkleidung wohl keine wirkliche Wirkung zu entfalten vermochte. Kurz verspürte sie die Versuchung, Jack mit ihrem Bo aus dem Weg zu schubsen, am besten rein in eins der Wasserbecken. Doch dies würde ihr beim Herrchen keine Vorteile bringen, sondern wohl eher die Diplomatie mit ihm auf Eis legen. Das konnte sie nicht gebrauchen.
Stattdessen blickte sie auf die Wunde, die Wanjijima gerade verband. Nicht lebensbedrohlich, aber unschön. Höchst unschön. Allein bei der Vorstellung, wie dieser Unfall passiert sein mochte, überkam Ringo das Gefühl, als wollten sich ihre Fußnägel aufrollen. Dazu juckte ihr linker Kleiner Finger wieder. Leider konnte sie sich dort nicht kratzen. Das Jucken war schließlich nur Phantomschmerz, denn besagter Finger war nur noch zu einem Drittel vorhanden. Das Ergebnis einer zu lebhaft ausgeführten "Kürzung", nachdem man sie vor Jahren beim Stehlen erwischt hatte.
Der Mönch jedenfalls schien vergnügt. Fühlte sich offenbar wohl wie eine Katze vor dem warmen Ofen und machte seine Scherzchen. Ehe er zum Wesentlichen kam. "Also Kleine, was möchtest du noch?"
Ringo blickte sich um. Sicherte die Umgebung. Man achtete nicht auf sie; es gab sogar noch andere Komuso im Raum. Wenn sie ihre Worte achtsam wählte, würde sie wohl ums Konkrete sprechen können. Nur der Patient mit dem löchrigen Fuß war ein kleiner Störfaktor. Doch was sollte es; es war doch nur ein Bauer. Ein Feldarbeiter, der vor allem gerade anderes im Kopf hatte als das Geplauder zweier Mönche.
Nun, ich finde, dass unsere Zusammenarbeit heute schon sehr gut geklappt hat, leitete sie zwanglos ein und ließ sich in der Hocke nieder, ihren Bo gegen ein einsames Gepäckbündel lehnend. Mit "Zusammenarbeit" meinte sie natürlich lediglich die Durchschreitung des Tores, was beileibe nichts Großes gewesen war. Nichtsdestotrotz: So gut ihre Ausrüstung auch getarnt und verborgen war, war es doch immer von Vorteil, sich eine Kontrolle zu ersparen. Wanji hatte das Sprechen übernommen, und die menschenfreundliche Art des Mönches war äußerst hilfreich gewesen, von Ringo abzulenken. Ihr könnt gut reden, wisst Ihr? Und diese Fähigkeit könnte ich ganz gut gebrauchen. Eine kleine Pause entstand. Kurz gesagt: Ich bräuchte Euch, um mit jemandem zu reden. Nichts weiter. Und auch erst später. Ihr könntet Euch nun also noch ausgiebig Euren... Jack kehrte kreischend mit Bandagen zurück, ... Patienten widmen.
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Re: [Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Rafuko Wanijima am So Aug 09, 2015 9:49 am

Sie wollte Etwas. Sie alle wollten etwas, wenn sie ihn zuerst ansprachen, was gab es sonst für Gründe? Aber im Normalfall gab er gerne etwas, verlangte teils auch etwas dafür. Meistens nicht viel, ein warmes Essen, ein Ersatz für ein zerrissenes Kleidungsstück oder sonst etwas erschwingliches. Geld war ihm relativ einerlei. Die Meisten Leute hatten auch harmlose Aufträge für ihn, aber das Mädel, das ihn gerade ansprach war etwas anders als die meisten Leuten, die er getroffen hatte. Hier galt es Vorsicht walten zu zu lassen, sonst würde sie ihn wohl ihn weiss Kami was hineinziehen. Er liess sie jedoch sprechen, er war neugierig geworden. Und falls es ihm nicht gefallen sollte, konnte er noch immer ablehnen.
Sie sprach von guter Zusammenarbeit. sie meinte wohl das hineinbringen in die Stadt. Es war nicht allzu schwierig gewesen, die eine alte Wache kannte ihn noch, gutes Gedächtnis der Mann, und er konnte sich unbefangen mit ihm unterhalten. Ringo wurde dann gar nicht mehr beachtet. Wer würde auch vom alten Wanji etwas Böses erwarten? Die kleine Aufgabe danach wirkte allerdings mehr als dubios. Er solle wen ablenken. Er hob eine seiner weissen Augenbrauen, während er sich ihr zudrehte. Sie war noch immer in voller Reisemontur und ihre Augen damit verdeckt. Es war schwierig etwas aus der Haltung abzulesen. Er seufzte, woran war er hier nur geraten? "Das klingt aber mächtig zwielichtig Kleine. Dürfte man den Grund erfahren? Ich möchte es lieber vorher wissen, auf was ich mich da einlasse." Der Vorschlag klang sehr danach die Gesetze arg in Mitleidenschaft zu ziehen. Je nachdem was sie anstellen würde, und ob sie erwischt würden, könnten sie ihm den Mönchsstatus absprechen. Und dann hätte er ein ziemliches Problem. Nein, er wollte wirklich wissen, worum es hier ging.
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Re: [Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Sarutobi Ringo am Di Aug 11, 2015 6:34 pm

Skepsis im Blick, wandte Wanji sein vertrauenswürdiges Antlitz jener Person zu, die sich eben dieses Zutrauen erweckendes Gesicht gern leihen würde. Ringo konnte es ihm nicht verdenken. Sie wahrte, ganz aus Gewohnheit, eine gelassene Miene, auch wenn der Mönch die Früchte guter Ausbildung nicht sehen konnte.
Nun schön. Mehr zu wissen, ist gutes Recht, entgegnete sie mit gesenkter Stimmstärke, nach wie vor Plauderton anschlagend. Vorhin musste ich feststellen, dass... einer meiner Bekannten eine unschöne Begegnung mit dem Henker hatte. Er ist tot, und ich muss an seine Leiche. Sie zögerte nur ein ganz klein wenig, ehe sie fortfuhr: Ich bin nicht allzu sentimental, sondern eher praktisch denkend. Es geht mir nicht darum, den Leichnam meines Bekannten vor den Blicken der Bevölkerung zu bewahren, sondern das zu bergen, was er bei sich trägt.
Erneutes Zögern. Länger diesmal. Unter dem Mönchs-Hut sicherte Ringo mit scharfen Blicken die Umgebung. Noch immer keine größere Aufmerksamkeit. Zwei Mönche im Plaudern, nichts ungewöhnliches.
Er hat einen Oni bei sich. In der Tinte einer Tättowierung, auf seinem Rücken.
Oni waren an sich kaum aufspürbar; man konnte sie mit handelsüblichen Spür-Techniken wie dem Lesen im Wellenspiel nicht wahrnehmen. Die meisten Oni wurden mehr durch Zufall erkannt als durch planmäßiges Suchen. Man konnte einem Gefangenen seine Habe abnehmen und bekam dadurch fast schon eine Garantie, dadurch sämtliche Oni aus dem Spiel genommen zu haben. Aber eben nur fast.
Ringo kannte natürlich noch einige Methoden mehr, Oni zu verbergen. Um genau zu sein, entsprach die Anzahl dieser Methoden der Anzahl von Körperöffnungen.
Und so komme ich direkt zu meinem Angebot, sprach Ringo beflissen weiter, Die Kreatur, die ich holen möchte, ist ein Erd-Oni. Und solche Oni sind nützlich, nicht wahr?
Um sie herum zeigte sich, wie sehr. So gab es etwa eine Stelle, da ein schwerer Ledervorhang im Raum hing; ohne Zweifel steckte ein Oni darin, denn immer wieder ging ein Mönch hin und schabte mit einem Spachtel eine pudrige Kristallstaub-Schicht davon ab, fing sie in einer Schale und schüttete den Inhalt in ein Wasserbecken. Dann und wann gab er die abgeernteten Kristalle auch in einen Becher.
Seid so gut und helft mir. Dann werde ich dafür sorgen, dass dieser Oni bis zum Herbst diesem Tempel zur Verfügung steht.
Sie deckte relativ viel auf. Doch gegenüber einem Mönch konnte sie es wohl wagen. Vor einem Samurai hätte sie es nicht getan, denn klarerweise gehörte sie nicht der Oberschicht an und plante dennoch Unternehmungen in einer eigenständigen Weise, wie sie einem Angehörigen der Dienerkaste keineswegs zustand. Samurai hätten sie dafür sicher sofort verraten. Mönche aber... standen immerhin außerhalb, nicht wahr? Auch sie waren eigenständig, auf ihre Weise.
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Sarutobi Ringo
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Re: [Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Rafuko Wanijima am Mi Aug 12, 2015 2:57 pm

Die Stimme seiner Gesprächspartnerin wurde leiser, anscheinend war die nächste Information nicht für aller Ohren gedacht. Wanji konnte sich glücklich schätzen in seinem Alter noch immer über ein gutes Gehör und Sichtkraft zu erfreuen. Also spitzte er seine grossen Ohren, damit ihm ja nichts entging, auch wenn Jack neben ihm wie üblich ein kleineres Furore veranstaltete, weil er nicht mehr beachtet wurde. Ihr Vorhaben schien etwas morbid zu sein, Zeit das Gehirn wieder aus der Gosse zu ziehen. Er fragte sich, was ihr "Kollege" angestellt hatte, dass er angeprangert wurde, seine Neugierde war eindeutig geweckt worden. Allerdings fragte er sich nun ebenfalls, an was für eine Person er mit Ringo geraten war. Etwas angespannt wartete er, bis sie weitersprach. Was wollte sie bergen? Schmuck, Waffen und sonstige Habseligkeiten werden den Gefangenen entnommen, bevor sie gehenkt werden, aus Sicherheitsgründen für den Henker und Umstehende. Sie pausierte wieder, schaute sich um, fuhr dann fort. Die Information hatte Etwas. Ein Oni, tättowiert. Das war ein sehr grosses Risiko, einmal das Bewusstsein verloren, hatte der Oni praktisch freie Kontrolle, Schmuckstücke waren deswegen einfacher zu handhaben, aber auch einfacher zu verlieren. Eine Tattowierung bedeutete dauerhafter Kontakt und somit stetiger Einfluss. Es wunderte den alten Mann immer wieder, wie erfinderisch gewisse Leute in der Versiegelung der Onis waren.
Nun kam es für ihn zum spannenden Teil, sie sprach von einer Art Belohnung, zumindest nicht für ihn sondern den Tempel. Der Oni gehörte anscheinend dem Element Erde an, er würde hier wirklich gebraucht werden, das musste der Mönch zugeben. "Nun, das Angebot klingt sehr verlockend, Kleine. Aber es ist ein rechtes Risiko sich direkt mit der Stadtwache anzulegen, ich habe eine Menge Glauben zu verlieren. Ausserdem... ist der Winter die böse Zeit... so viel Kälte und nur wenig Hilfe. Es wäre schön bis Anfang Frühling einen weiteren Gast unter dieser Decke zu wissen", sprach er ruhig, mit dem Blick zur genannten Decke. Jack hatte aufgehört herumzuspringen und war wieder auf Wanjis Schulter geklettert, wo er nun etwas verwirrt auf den alten Mann und Ringo schaute. Das war dem Affen definitiv zu hoch. "Wenn dies möglich wäre einzurichten... wäre ich sicherlich gewillt dir und deinem Freund zu helfen." Er streckte eine sehnige und von zahlreichen Altersflecken versehene Hand aus. "Haben wir einen Deal, Kleine?" "Deal, Deal, De---mpf!", freute sich Jack schon einmal im Voraus, auch wenn er wirklich keine Ahnung hatte, was gerade passiert war. Er wurde aber auch ziemlich schnell von Wanji verstummt, bevor er zu viel Aufmerksamkeit erregen konnte.
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Re: [Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Sarutobi Ringo am Mi Aug 12, 2015 4:14 pm

Geknackt hatte sie ihn schonmal. Ringo konnte es an seiner Art zu reden deuten, an seiner Wortwahl. Die Hemmschwelle an sich war schon längst überbrückt. Es fehlte bloß noch das Aushandeln des Einsatzes.
"Aber es ist ein rechtes Risiko sich direkt mit der Stadtwache anzulegen, ich habe eine Menge Glauben zu verlieren."
Ganz gewiss habt Ihr das, dachte Ringo bei sich, In meiner Vorstellung zumindest spielt ihr schließlich die gefahrvolle Rolle eines harmlosen Mannes auf Nachtspaziergang. Während ich selbst am Gerüst hängen und meinen Freu... Kumpel... Kontakt vom Gestell schneide.
"Ausserdem... ist der Winter die böse Zeit... so viel Kälte und nur wenig Hilfe."
Soviel Schnee, soviel Eis, soviele Schneeleoparden, oh ja, der Winter im Flachland ist ja so schrecklich. Ringos Augen verengten sich. "Es wäre schön bis Anfang Frühling einen weiteren Gast unter dieser Decke zu wissen."
Der Mönch blickte vielsagend auf. Ringo blickte hinterher, kippte das Flechtwerk auf ihrem Kopf dabei ein wenig in den Nacken. Kurzdarauf aber senkte sie die Augen wieder, auf die tattrige Hand des Alten herab.
Würde Mumon etwas dagegen haben, wenn der Oni sich ein wenig länger hier herumtrieb? Kam wohl drauf an, was er sich für den Besitzer des Geistes so ausgedacht hatte. Andererseits reden wir hier von einem verfluchten Erd-Geist.
Erde
, stimmte Ikons schwächliche Stimme in ihrem Geiste zu, Schwach. Schwach. Schwach! Schwach. Schwach. Schwach!...
Lauwarm
, summte es etwas lauter an anderer Stelle, als Akon sich einmischte. Der Feuer-Oni hockte im eisernen Ring an ihrer linken Hand. Lau. Lau. Lauwarm.
Weich und bröcklig!
, krähte Ukon, dr Metall-Oni, im hölzernen Bo direkt hinter ihr.
Wie schön, dass ihr mich anfeuert.
Heiß!

Ringo beendete das Gespräch, ehe ihre kleingeistigen "Partner" die Sache ins Unnütze zerren konnten, und nickte leicht. Besonders gut im Schachern bin ich nicht, gestand sie leichthin, Umso besser aber... kann ich machen, dass die Dinge so passieren, wie ich sie haben will. Das war eine ziemlich selbstbewusste Aussage. Soviel Macht, Dinge einfach passieren zu lassen, besaß sie nun auch wieder nicht. Noch nicht. Ihr Chunin besaß diese Macht vielleicht, und für gewöhnlich war Mumon mit ihrem Tun zufrieden. Hoffentlich würde ers auch diesmal sein...
Ringos blasses, schmales Händchen schüttelte also die dargebotene, schwielige Hand des alten Mönches und stimmte somit zu. Dem Affen, der zwischenzeitig auf der Schulter Wanjis Platz genommen hatte und - ganz ähnlich wie ihr Oni-Gefolge - seine Meinung dazu kund tat, warf sie einen entnervten Blick zu.
Wie knuddelig du bist, säuselte sie, bis du was sagst.
Möglicherweise hätte sie noch mehr gesagt.
Doch dann schritt in einiger Entfernung ein Mönch vorüber, der eine Schüssel mit Reis und irgendeiner Fleischbrühe vor sich hertrug, um sie einem völlig abgemagerten Bettler zu geben.
Ringos Nasenflügel weiteten sich; dies mochte man nicht sehen können, doch Wanji würde hören können, wie sie die Luft einsog, buchstäblich witterte, und außerdem zitterte ihre Hand ein ganz klein wenig. Die Kunoichi gab einen Ton von sich, der ein wenig wie das Maunzen eines Katzenjunges klang. Verflucht, ganz vergessen... In einer richtigen Stadt gibt es auch richtiges Essen...
Nicht, dass Ihaigakure kein richtiges Essen hatte. Irgendwann bezeichnete man geschmorrte und gebratene Pilze nur nicht mehr so.
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Re: [Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Rafuko Wanijima am Fr Aug 14, 2015 4:48 pm

Die junge Frau gestand ihm offenkundig, dass das feilschen nicht ihre Stärke sei. Dennoch schien sie sich ihrer Sache ziemlich sicher und schlug auch ein. Der alte Mönch grinste sie an, mit einigen Wachen und Leuten reden war nicht schwierig, er könnte ja zufällig da gewesen sein, falls jemand den Diebstahl bemerken sollte. Hoffentlich ging das ganze sauber von statten, sonst hätten wohl alle Beteiligten ein Problem, Ringo noch mehr als er, dann würden da vielleicht bald zwei Leichen baumeln. Vielleicht übertrieb er da ja auch. Sie würde ziemlich vorsichtig und schnell sein müssen, konnte sie das? Vielleicht fand er im Gespräch dann auch heraus warum der arme Tropf aufgehangen wurde. Es interessierte ihn schon etwas.
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, anscheinend haben Ringo und Jack eine spontane Antipathie entwickelt und lebten diese nun etwas aus. "Pfft, sagt die, die nicht selbst in die Stadt kommt! Kleine! Kleine! Kleine!", schoss der Affe scharf zurück, auf etwas, das Wanji eindeutig verpasst hatte. "Jack, sei freundlich! Und Ringo, bitte beleidige Jack nicht, was auch immer du gesagt haben magst", versuchte er die Wogen mit Mönchsgeduld zu glätten. Jack drehte sich schmollend um. "Hmpf!" Da blieb er dann mit verschränkten Ärmchen und gesträubtem Pelz sitzen und machte ein saures Gesicht. "Es tut mir leid wegen Jack, meistens redet er ohne nachzudenken", entschuldigte sich der Glatzköpfige dennoch bei Ringo, auch wenn sie wahrscheinlich tatsächlich der Auslöser der kleinen Szene gewesen war.
Als wäre eine Ablenkung bestellt worden, als hätte irgendein Kami zugeschaut und ihnen einen Gesandten geschickt, wanderte nun ein Mönch durch die Hallen mit einer dampfenden Schüssel um allen ins Gedächtnis zu rufen: es ist Essenszeit. Seine Vertragspartnerin sog hörbar die Luft ein und gab ein eher leidiges Geräusch von sich. Dass sie Hunger hatte, war offensichtlich. Wenn sie noch etwas weniger Zurückhaltung besessen hätte, hätte sie sicherlich noch angefangen zu sabbern. Aber alleine das maunzen entlockte dem alten mann ein Kichern und seine Augen blitzten sie schelmisch an. "Nun, da hat wohl jemand Hunger, nicht wahr? Ich bin hier sowieso fertig. Wir könnten den Markt aufsuchen gehen, dort etwas Essen und die Sache etwas mehr im Detail besprechen. Ich müsste sowieso hin, meine Reisevorräte müssen aufgefrischt werden", plapperte er daraufhin fröhlich los und klopfte der Blonden auffordernd an die Schulter. "Den geräucherten Kräuterfisch hier musst du unbedingt probieren! Eine wahre Delikatesse!", schwärmte er im Gehen vor. Vor allem auch war er preiswert, solange es ihn noch gab. Es war schon eine Weile her, dass er hier war. "Essen! Ich will Früchte!", verlangte Jack. Er mochte keinen Fisch. Damit packte der Alte auch seinen Stock wieder und machte sich auf den Weg zum Markt.

[tbc: Marktplatz]
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Re: [Krankenhaus] Akanomaru-Tempel

Beitrag von Sarutobi Ringo am Fr Aug 14, 2015 5:22 pm

Was wäre das doch für ein schauwertiger Kampf geworden, ein Duell zwischen kleinem Mönch und kleinem Affen. Doch es war weise von Wanji, dies zu unterbinden, Spaß-Faktor für die Patienten hin oder her.
Ich hab ihn nicht beleidigt, fauchte Ringo den alten Mönch und den gesträubten Rücken des Affen zugleich an, Ich hab nur... hach, gut! Sie lenkte ein, wohl wissend, was sie schließlich wirklich und mit Bedacht von sich gegeben hatte. Nicht erwartet hatte sie schließlich, dass das Äffchen auch antworten -...
... Warum zanke ich... mit einem Affen? Sie geriet ins Stocken; der Makake hatte sie gerade schließlich mit einem wirklich guten Argument angegangen. Sie hatte bislang angenommen, er plappere nur vor sich hin, was er so aufschnappte, doch er schien wirklich zu verstehen, was er so von sich gab.
So eine Art... Kami? Sie wußte wohl, dass es Tempel gab, welche massig Affen beherbergten. Die sprachen allerdings überwiegend nicht. War dies hier also eine Art Affenkami? Auf die Lösung des Oni kam Ringo im Augenblick nicht. Sie hatte wohl davon gehört, dass dies möglich war, doch war es ihr zu unpraktisch erschienen, und so dümpelte diese Möglichkeit irgendwo in ihrem Hinterkopf, ohne sich großartig kund zu tun. Sie war eben noch nicht völlig aus der Lernphase heraus...
Im Augenblick herrschte außerdem ihr Hunger vor. Ihr Gaumen lechzte nach Abwechslung nach der ewigen, schalen Winterkost. Und Wanijima machte es nicht besser. Er verstand die jungen Leute wirklich sehr gut!
"Den geräucherten Kräuterfisch hier musst du unbedingt probieren! Eine wahre Delikatesse!"
Ringo musste sich anstrengen, nicht regelrecht in die Höhe zu federn. Von ihrem Mienenspiel ganz zu schweigen; sie musste sich glücklicherweise nichtmals bemühen, es unter Kontrolle zu halten. Gemessen erhob sie sich, ihren Bo wieder an sich nehmend.
Gern sprach sie. Das vermeintliche Kami-Äffchen krähte derweil nach Früchten. Fisch, betonte Ringo das Wort mit purer Absicht, klingt wirklich sehr verführerisch. Lasse ich mich gern drauf ein. Am Eingang des Tempels nahm sie noch ihre Pack-Ziege mit und folgte Wanijma in Richtung des Marktplatzes.

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