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[Kapitel 2] Veränderungen

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[Kapitel 2] Veränderungen

Beitrag von Hokusai Tatsuhi am Mi Nov 01, 2017 12:21 pm

Cf: Kapitel 1 - Erste Begegnung

Die aller erste Nacht mit Ringo war eine, die Tatsuhi auf Ewigkeiten in Erinnerungen behalten würde. Er hatte schon mit vielen Frauen Erfahrungen gesammelt, aber dieser Augenblick war einer von den intensivsten gewesen. Obwohl er nach außen hin nicht so wirkte, so führte er Ringo langsam – ja fast schon romantisch – an die Sache heran. Es störte ihn nicht, dass sie dabei unerfahren war und ihre Unsicherheit zu Tage kam. Im Gegenteil. Die Tatsache, dass er ihr erster Mann war, imponierte ihn ein wenig. Fast so als würde ihr erstes Mal ein stilles Bekenntnis sein, dass sie ab sofort zu ihm gehörte. Zumindest schlief sie nach dieser Nacht an seiner Seite. Es war in den ersten Tagen ein etwas befremdliches Gefühl gewesen, aber je öfters er die nackte Haut von Ringo auf seiner spürte, umso mehr gewann es an Vertrautheit. Und das lag nicht nur daran, dass sie in solchen Situationen mehr als nur Nähe austauschten. Im Gegenteil. Tatsuhi beobachtete Ringo sehr oft, wie sie an seiner Seite lag und schlief. Manchmal lauschte er auch ihrer Atmung, wenn ihr Kopf auf seiner Brust ruhte. Er konnte in diesem Moment nicht sagen, ob er für die blonde Frau Gefühle entwickelte, aber es überraschte ihn positiv, wie entspannt er sich in der Nähe von ihr fühlte. Tatsächlich schien es ihm auch wichtig zu sein, dass es Ringo gefiel, was sie miteinander taten. Normalerweise interessierten ihn die Bedürfnisse von Frauen relativ wenig. Zumindest war es bei der Eisprinzessin so. Aber allein das Gefühl zu haben, dass Ringo unter seinen Händen wie Butter zerfloss, das jeder Kuss in ihr Aufregung ansteigen ließ und das jede Berührung eine Gänsehaut über ihre Haut zeichnete  - allein das, war etwas das ihn auf eine merkwürdigerweise glücklich machte. Er zeigte ihr, was ein Mann mit seinen Lippen anstellen konnte und das sie nicht nur zum Küssen gut waren – wie es sich anfühlte, wenn man völlig die Kontrolle über den Körper verlor, weil die Lust einen den Geist vernebelte. Natürlich gab er niemals zu, dass er es genoss, was sie hatten. Er nahm nie das L-Wort in den Mund oder gestand ihr gar die große Liebe. Es war bis zum letzten Tag nicht gewiss, ob er einfach nur ein Mann war der es genoss mit einer Frau zu schlafen oder ob ihn wirklich etwas daran lag, dass sie hierblieb.

Der Tag der Entscheidung brach heran. Als Tatsuhi seine Augen aufschlug, lag Ringo nicht weit von ihm entfernt. Sie hatte ihm den Rücken zu gewandt. Auch wenn er sich sicher war, dass sie gestern Abend an seiner Brust eingeschlafen war. Er betrachtete ihren Hinterkopf und erinnerte sich an die letzte Nacht zurück. Eigentlich war ihm danach gewesen Ringo erneut zu verführen, aber er hatte schnell mitbekommen, dass sie dazu nicht in Stimmung war. Vielleicht war ihr klar gewesen, dass heute der letzte Tag war? Das heute die Entscheidung kam? Das sie bis heute nicht gehört hatte, wie er sich entscheiden würde?
Tatsuhi rutschte näher an den Rücken von Ringo. Er schob unter der Decke seine Hand über ihre Haut und legte sie auf ihren Bauch, um ihren Rücken näher an seine Brust zu schieben. Ihre warme Haut hinterließ ein prickelndes Gefühl.
„Hmmm… schläfst du noch? Oder bist du schon wach?“, murmelte er leise in ihr Ohr und zeichnete kleine Kreise mit dem Finger über ihren Bauch hinweg.
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Re: [Kapitel 2] Veränderungen

Beitrag von Sarutobi Ringo am Mi Nov 01, 2017 1:19 pm

Das Aufgeben von Kontrolle, dass man so etwas erst lernen musste. Irgendwo in ihren geliebten Büchern hatte Ringo davon gelesen, sicherlich. Doch das Echte war dann doch wieder völlig anders gewesen. Schön, auf seine Weise.
Die körperliche Ebene, die Erde, das war wahrlich Seine.
Doch nicht alles war rosig-heller Sonnenschein nach dieser Nacht. Nein, denn der Erde fehlte der Himmel, das Höhere. Zugegeben, Ringo hatte nicht erwartet, dass Tatsuhi direkt im Anschluß von Liebe sprechen könnte. So naiv war sie nicht. Doch nun war der Tag der Entscheidung. So viel Zeit war schon vergangen, ihr Vater würde heute den Metall-Clan erreichen. Und noch immer hatte Ringo keine Ahnung, was sie zu erwarten hatte.
Behielt er sie nun da? Sie hätte nichts dagegen. Doch was, wenn er es nicht tat? Alles war möglich, letztendlich.
Ringo fürchtete diese zweite Möglichkeit. Das Eismädchen hatte das Gleiche erlebt, und sie kam nicht drumherum, sich laufend mit ihr zu vergleichen.
Außerdem saß ihr die Angst im Nacken. Eine Angst vor dem Ehrverlust, den es bedeuten würde, wenn Tatsuhi sie wieder zurückschicken würde... in ihrem Zustand.
In der letzten Nacht war sie nicht in Stimmung gewesen, mit ihm zu schlafen. Sie hatte überhaupt nicht geschlafen. Tatsuhi dagegen vermutlich wesentlich besser. Und nun, im Licht des anbrechenden Tages, spürte sie, dass er näher an sie heranrutschte. Seine Hand wanderte sanft über ihre Seite und zu ihrem Bauch. Sie spannte sich nur ein ganz kleines bisschen mehr an als sonst, während das Wonnegefühl über die Berührung durch sie hindurch ging.
Sie täuschte ein leises Gähnen vor. Halb und halb, antwortete sie und rutschte ihm noch etwas entgegen, nackter Rücken an nackter Brust.
Sie hatte es bei der täglichen Meditation gespürt. Ihr Ki-Fluss hatte seine Strömung verändert. Nur ganz seicht, ganz unterschwellig. Ein winziges Bächlein zweigte als Seitenarm vom Hauptstrom ab.
Warum nur. Warum passiert das mir. Sie war stets enthaltsam gewesen. Büßte sie nun dafür, es auch mal anders versucht zu haben?
Sie versuchte, sich abzulenken. Selbsttäuschung wäre gar keine so schlechte Idee! Sie seufzte, rollte sich herum und fühlte nun seine Hand an ihrem Rücken, seine Brust an Ihrer. Sie drängte ihre Stirn gegen seine Kehle.
Was machen wir heute? Eine ganz unschuldige Frage. Vielleicht täuschte sie sich ja wirklich im Datum, und ihr Vater kam heute noch nicht...
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Re: [Kapitel 2] Veränderungen

Beitrag von Hokusai Tatsuhi am Mi Nov 01, 2017 2:13 pm

Er erwartete nicht, dass Ringo sofort wach sein würde. Dennoch dachte er auch daran, dass sie nicht den ganzen Tag im Bett liegen konnten. Immerhin weckte er sie heute nicht in aller Frühe zum Training, sondern etwas später. Er würde das Training heute ausfallen lassen, auch wenn er das wirklich selten tat. Ringo regte sich aber bereits etwas. Ihre Haut schmiegte sich enger an seine Brust heran. Erneut konnte er nur darüber überrascht sein, wie weich sie sich im Gegensatz zu seiner eignen anfühlte. Dennoch glaubte er zu spüren, dass sie sich anspannte. Oder täuschte er sich einfach? Für Sekunden dachte er darüber nach, ob sie die Nähe zu ihm ertrug oder wirklich genoss. Sie beide äußerten sich nicht ganz so ehrlich, wie es ein Paar tat, dass schon länger zusammen gehörte. Seine Gedanken fanden jedoch ein jähes Ende als Ringo sich herumwälzte. Ihr Körper rutschte so dicht an ihn, dass er fast sogar ihren Herzschlag an seiner Brust spüren konnte. Seine Hand ruhte nun auf ihrem Rücken, auch wenn sie dort nicht lange ruhig liegen würde. Ihre Stirn lehnte sich an seinen Hals heran. Diese Nähe war besonders für ihn – auch wenn Ringo es vielleicht nicht wusste. Normalerweise genoss er die Nähe zu einer Frau nicht noch morgens vor dem Aufstehen und suchte sie explizit. Allerdings entspannte ihn das Gefühl, dass Ringo sich dichter an ihn schob, dass sie regelrecht nach seiner Wärme suchte. Es war fast so als wollte er ihren zierlichen Körper dicht in seinen Armen behalten, um sie vor all den Grauen dort draußen zu beschützen. Als sie fragte, was sie heute taten, runzelte er nachdenklich die Stirn. Hatte sie vergessen, dass ihr Vater kam oder täuschte er sich in dem Termin? Oder wollte sie noch ein paar Dinge erledigen, bevor er kam? Tatsuhi lehnte seine Wange an ihren Kopf heran und sog den Duft ihrer Haare ein. Es war merkwürdig, dass hier wahrlich das Sprichwort zu traf, dass man sein gegenüber auch gut riechen musste, um ihn zu mögen. Er schloss die Augen und ließ seine Finger sanft über ihren Rücken gleiten. Mit Fingerspitzen streifte er über ihren nackten Po entlang bis zu ihrem Unterschenkel. Dort legte er seine Hand hin und zog ihren unteren Körper ebenso näher an sich heran. So dicht wie nur möglich. Zwischen sie passte nicht einmal mehr ansatzweise ein dünnes Papier. Seine Hüfte ruhte dabei an ihrem Bauch und nur erneut musste sie sich wohl an die männliche Probleme eines Mannes am frühen Morgen gewöhnen. Tatsuhi schämte sich nicht dafür – allerdings dachte er auch nie darüber nach, wie es auf eine Frau wirken musste.
„Hm, eine sehr gute Frage“, erwiderte Tatsuhi nachdenklich. Er genoss das Gefühl ihrer Haut auf seiner noch ein wenig. „Im Laufe des Tages werde ich dich mindestens einmal über Fallen“, witzelte er, so als wäre es der Masterplan des Tages gewesen und als hätte er nicht andere Sorgen. „Allerdings musst du heute mit in die Küche kommen… ich weiß nicht was dein Vater für Speisen bevorzugt. Du müsstest dem Koch ein paar nennen.“ Tatsuhi bewegte sich etwas, er richtete sich ganz ein wenig auf, dass Ringo ihren Kopf zurück ins Kissen lehnen musste, ohne allerdings viel von ihm weg rutschen zu müssen. Seine grünen Augen wanderten in ihre blauen hinein. Kurz streifte er mit dem Daumen über ihr Kinn und hauchte ihr dann einen winzigen Kuss auf die Lippen. So vorsichtig als wäre sie aus Glas gebaut. Dann blickte er sie wieder forschend an.
„Du siehst müde aus“, stellte er dann fest und runzelte die Stirn. Er erinnerte sich daran, dass sich Ringo vorhin kaum merklich anspannte.
„Stimmt etwas nicht?“ Er fragte nicht danach, ob es ihr gut ging… sondern fast so als befürchtete er, dass sie im nächsten Moment sagte, dass sie all das hier nicht wollte. Wie auch Ringo, besaß auch Tatsuhi seine dumpfen Befürchtungen. Befürchtungen betrogen zu werden, ausgenutzt… umgebracht… einfach dem eignen Metall-Clan nicht gerecht zu werden. Schon öfters kam von den anderen, dass er abgelöst werden sollte. Er besaß keine Frau, keine Nachkommen. Er besaß nichts, außer sich selbst. Umso mehr war es schwer zu vertrauen. Was war, wenn es nur die ersten paar Tage gut lief und Ringos Fassade bröckelte? Solche Gedanken und mehr wanderten durch seinen Kopf.
„Sag mir, was hältst du von dem Metall-Clan?“, fragte er dann nachdem er sich leicht wieder zurück lehnte, aber dennoch sein Gesicht nahe genug war, um seine Augen zu erkennen. Es wirkte wie die entscheidende Prüfungsfrage, die ihr ein Leben hier versprach.
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Re: [Kapitel 2] Veränderungen

Beitrag von Sarutobi Ringo am So Nov 05, 2017 11:05 am

Mit jemand anderem im Bett zu liegen, hatte wirklich etwas ganz Eigenes an sich. Ringo hatte das Gefühl, stundenlang so verbleiben zu können. Vielleicht ab und an eine Hand woanders hinlegen, ein Bein oder auch was ganz anderes neu positionieren. Das Gefühl, von dem Körper neben sich wie magnetisch angezogen zu werden. Wohin sie sich auch bewegte, Tatsuhi schien überall schon zu warten.
Sie atmete gegen sein Brustbein und nahm seinen Duft ein, während er sie noch ein wenig näher heranzog. Dabei spürte sie es unweigerlich wieder, eines dieser seltsamen Phänomene des männlichen Körpers am Morgen. Beim allerersten Mal hatte sie dies schon etwas verwirrt. Wenn sie wollte, konnte sie ihn immerhin auch ein wenig quälen.
"Im Laufe des Tages werde ich dich mindestens einmal überfallen."
Sie öffnete ein Auge, aber nur halb. Klingt wie etwas, auf das ich mich freuen werde, murmelte sie und fuhr mit den Fingern durch seine Brustbehaarung. Als Tatsuhi sich dann bewegte, landete Ringo mit dem Kopf allerdings im Kissen. Sie schaute zu ihm auf, ahnend, was nun kommen würde.
Ja, ja... Mein Vater kommt also wirklich. Selbsttäuschung, Lebe wohl.
In Ordnung... Sie versuchte, das Unangenehme des bevorstehenden Tages mit dem Angenehmen der Berührungen zu bekämpfen. Als Tatsuhi ihr einen Kuss aufhauchte, wollte sie  ihn einfach wieder herunterziehen und so lang wie möglich im Bett halten. Egal, wie lang das genau war. Wenn sie sich Mühe gab, vielleicht bis zum Mittag?
Doch er roch wohl selbst was. Seine Fragen deuteten jedenfalls stark in diese Richtung. War er doch ein so guter Menschenkenner? Ringo spürte den Missmut wachsen, weil die schwierigen Themen des Tages irgendwie unaufschiebbar wurden.
Sie schob das Gesicht nun sogar gegen seine Achselhöhle, als wolle sie unter ihn kriechen. Alles gut, murmelte sie dabei, Alles gut...
„Sag mir, was hältst du von dem Metall-Clan?“
Sie stockte bei der Unternehmung, unter ihm verschwinden zu wollen, und rückte wieder so weit zurück, um ihm von unten herauf ins Gesicht sehen zu können. Die Art, wie er fragte, erweckte in ihr den Eindruck, als wäre sie nicht die einzige im Raum, die von gewissen Ängsten geplagt wurde.
Sie lächelte sanft. Ich mag deine Leute, erwiderte sie simpel und ehrlich. Sie sind... sehr pragmatisch mitunter, aber künstlerisch können sie auch sein. Sie mochte Glas noch immer lieber als Eisen, doch hatte zugeben müssen, dass die Arbeit in der Schmiede auch ein Kunsthandwerk sein konnte.
Sollte sie es vielleicht einfach sagen?
Wenn ich dürfte, sagte sie bereits, würde ich gern bleiben.
Im nächsten Moment fand sie es viel zu direkt. Rasch schob sie daher nach: Du... du brauchst dazu jetzt nichts zu sagen. Bleiben wir noch etwas liegen, das würde mir reichen.
Ihre Hand wanderte zu seiner Hüfte herunter.
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Re: [Kapitel 2] Veränderungen

Beitrag von Hokusai Tatsuhi am So Nov 05, 2017 12:45 pm

Der Clanführer war selbst davon überrascht, wie schnell er Ringo vertraute. Der blonden, zierlichen Frau konnte ein männlicher Verstand auch nur schwer widerstehen. Er sah in ihren blauen, reinen Augen keine Gefahr. Auch wenn man immer davon sprach, dass stille Wasser tief waren. Vermutlich spielte sein Instinkt dabei eine große Rolle. Das Gefühl, dass er sie beschützen musste, dass sie wehrlos war und ihn brauchte. Es war ein Trugbild der Natur und dennoch mochte er dieses Trugbild. Er mochte es, dass Ringos zarter Körper an seinem lag und er sich umso stärker fühlte, wenn sie sich ihm näherte.
Tatsächlich war deswegen auch der Witz, dass er sie heute mindestens einmal überfallen würde, gar nicht so falsch gewesen. Ringo zog ihn an. Bereits jetzt merkte er, dass er sie immer wieder beobachtete, wenn sie durch die Stadt gingen. In der Schmiede hatte er Männer beobachtet, die mit ihr sprachen und ihnen warnende Blicke zu geworfen. Fast so als wollte er ein Besitzanspruch auf sie erheben. Davon bekam Ringo natürlich nichts mit, aber sein Jagdinstinkt sagte ihm, dass diese Frau ihm gehörte – oder gehören sollte. Tatsuhi spürte, wie die Finger von Ringo über seine Brust streifte und eine Gänsehaut bei ihm hinterließen. Die letzten Tage fiel ihm auf, dass die Blonde ihn wirklich derartig ablenkte, dass er ganze Gesprächsfäden einfach verlor und nicht mehr wusste, was er sagen wollte. Deswegen versuchte er es zunächst einmal damit, dass er sie anblicken konnte. Ihre Augen wirkten müden. Das Lächeln traurig? Tatsuhi war ein schlechter Menschenkenner, aber zumindest schien es so als wäre dort etwas im Busch. Gefiel es ihr nicht mehr hier? Er fragte nach den Metallclan und sah ihr dabei in die blauen Augen hinab. Wusste sie eigentlich, was sie mit einen solchen Blick in ihm auslöste? Tatsuhi blieb zuerst einmal standhaft und lauschte ihren Worten zu seinem Clan. Dann sprach sie davon, dass sie gerne bleiben würde. Das hinterließ bei ihm wirklich ein überraschendes Gefühl. So schnell die Worte kamen, so schnell versuchte sie wieder von der Situation abzulenken. Der Schwertkämpfer spürte, wie ihre Hand sich hinab bewegte. Ihre Fingerspitzen berührten seinen Bauch und er wusste, wohin sie gehen wollte. Tatsuhi spürte seinen beschleunigten Herzschlag und das Gefühl von Wärme, die seinen Körper durchströmte. Zu gerne hätte er sich diesem Moment hingegeben. Zu spüren, wie die Hitze durch beide ihre Körper strömte. Seine Hand griff rasch nach ihrer. Er konnte spüren, wie eine hauchzarte Berührung ihrer Fingerspitzen über die wohl empfindlichste Stelle seines Körpers huschte. Allein diese winzige Berührung ließ ihn kurz tief durch die Nase atmen. Ein Feuer, dass teilweise in seinem Körper entfachte, dass er versuchte niederzukämpfen. Tatsuhi umschloss das Handgelenk von Ringo etwas fester und schob es dann nach oben. Auch ihre Hand griff er und schob beide über ihren Kopf, um sie dort in Position zu halten. Seine Augen blieben in ihren geheftete. Die Situation war zweigeteilt. Eine gewisse körperliche Spannung ging von ihm aus, ausgelöst von ihrer kurzen Berührung. Aber da war auch eine gewisse Ernsthaftigkeit. Tatsuhi beugte seinen Oberkörper über sie und blickte weiterhin ihre Augen, während seine Hände sie einfach unter sich festhielten.
„Manchmal“, sagte er. Tatsuhi beugte sich kurz zu ihrem Hals, den er durch die Position gut erreichen konnte. Sanft küsste er die Stelle ihrer Haut bis zu ihrem Ohr hinauf. „Ist dein Mundwerk schneller als dein Kopf.“ Die Worte kamen flüsternd. Es war deutlich, dass dort auch ein gewisser, dunkler Unterton mitschwang. Ein Unterton, der sich nach Ringos Körper sehnte. Gleichzeitig schien das Gespräch aber auch viel zu ernst zu sein, um diesem Bedürfnis nach zu kommen. „Hast du Mal darüber nachgedacht, dass du längst mir gehörst?“ Weitere flüsternde Worte drangen an ihr Ohr, leicht verrucht und dunkel. Es war nicht ganz eindeutig, was er damit meinte. Nicht eindeutig, ob das ausreichte um sie bei ihm zu behalten. Vielleicht waren es Worte einfach so daher gesprochen, weil sie miteinander geschlafen hatten. Bei Männern war es nicht ganz so schlimm, wenn sie viel Sex hatten. Bei Frauen hingegen war es eindeutiger. Ein Zeichen dafür, dass sie einem anderen Mann vielleicht gehörten, dafür mussten diese Männer nur nicht anwesend sein. Tatsuhi war generell jemand, der oftmals recht verworren sprach und die Menschen in seiner Umgebung in Fragen stürzte. In diesem Moment wollte er, dass Ringo selbst darauf kam, dass er all das hier nicht tun würde, wenn er sie längst hätte loswerden wollen. Auch wenn sie diese Sprache vielleicht nicht so verstand, wie er es dachte.

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Re: [Kapitel 2] Veränderungen

Beitrag von Sarutobi Ringo am Sa Nov 18, 2017 3:29 pm

Sie musste zugeben... bei einem Mann zu liegen, gefiel ihr durchaus. Ringo hatte nicht vermutet, dass es so viel Spaß machen würde. Dabei meinte sie nichtmals nur den Akt selbst, sondern auch - und gerade - das Drumherum. Es war irgendwie spannend. Spannend, zu sehen, wie sein Körper auf den Ihren reagierte. Auf Berührungen, selbst wenn es nur ein Streicheln war.
Und umgekehrt ging es natürlich genauso. Sie verstand den Sinn nicht. Den Sinn von dem Feuer im Bauch oder dem Kribbeln. Aber das war in Ordnung so, denn auch wenn es für sie keinen Sinn ergab, war es immerhin schön.
Und es war auch ein Spiel, irgendwie, um Macht über den anderen. Es ging darum, wer den Berührungen des anderen besser stand hielt, wenn man so wollte. So wie jetzt, als Tatsuhi ihre Hand, die abwärts wanderte, wieder nach oben brachte. Auch die andere Hand über ihrem Kopf festsetzte.
Besorgt blickte sie drein, doch nur wegen des Gesprächsthemas. Nicht wegen des Festsetzens. Inzwischen machte er ihr keine Angst mehr, wenn er so etwas tat. Die ersten paar Male schon, als sie noch nicht gewusst hatte, was kommen würde. Doch nun? Sie gab ein leichtes Zucken von sich, um zu testen, ob sie rauskam. Das gehörte schließlich auch zum Spiel.
„Hast du Mal darüber nachgedacht, dass du längst mir gehörst?“
Er sagte etwas, und er küsste sie. Als sein Mund ihren Hals hinauf über die Linie des Kiefers zum Ohr wanderte, spannte sie ganz von allein den Rücken an. Bog sich ihm ein wenig entgegen, ohne dass sie daran dachte.
Ich, hauchte sie mit beschleunigter Atmung, habe es mir jedenfalls schon vorgestellt!
Wenn sie ehrlich war? Gerade verlor sie den Faden. Er gewann das Spiel so allmählich. Mal wieder. Mit den Händen über dem Kopf festgehalten, war Gegenwehr auch nicht wirklich leicht. Er hatte alles vor sich und war oben, sie war unten und kam an nichts heran. Unfair. Von der Anspannung in ihrem Rücken flatterten ganz leicht ihre Bauchmuskeln.
Ja, ihre Gespräche waren plötzlich von einer ganz anderen Qualität. Seine Argumente waren irgendwie besser geworden.
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Re: [Kapitel 2] Veränderungen

Beitrag von Hokusai Tatsuhi am So Nov 19, 2017 8:39 pm

Nachdem Tatsuhi die Arme von Ringo über ihren Kopf zusammendrückte und sie beobachtete, zeichnete sich ein siegessicheres Grinsen auf seinen Lippen ab. Schmal, aber freundlich. Es war keinerlei Böswilligkeit in dieser Handlung zu sehen. Mehr ein Ausrutscher seiner Charakterschwäche – dem Wunsch die Kontrolle zu haben oder das Gefühl, dass er es zumindest scheinbar hatte. Als sich Ringo leicht wehrte, schob er seine Finger zwischen ihre und hielt sie fest. Die Verbindung ihrer Hände wirkte auf einer gewissenweise Vertraut. Tatsuhi mochte das Gefühl ihrer weichen Haut in seinen rauen Händen. Er hatte wegen der Schmiedearbeit deutlich rauere Hände als jeder andere Mann. Nachdem er sich an ihr Ohr beugte und ihr leise hinein flüsterte, ob sie daran gedacht hatte, dass sie längst ihm gehörte, küsste er sie wieder. Zugegeben schmeckte jeder Kuss von Ringo gut. Es war nicht wie bei der Frau vom Eisclan, die sich anfühlte als würde man an einem Eiszapfen lecken und mit der Zunge kleben bleiben. Ringo war seicht, sanft, aber auch irgendwie standhaft. Immer mehr faszinierte es Tatsuhi, wie sie die Dinge sah oder handelte. Nach seinem Kuss spürte er wie sich der Körper von Ringo wieder gegen seinen drückte. Ein wohliger Schauer lief über seinen Körper als er ihre weiche Haut an seiner Brust und Becken spürte. Als er hörte, wie sie erklärte, dass sie sich das sogar schon vorstellte, konnte er nicht anders als ihr noch einen winzigen Kuss zu schenken.
„Vorstellung?“, wiederholte er ihre Worte und blickte ihr in die Augen. „Spürst du es nicht? Du gehörst längst mir“, murmelte er an ihre Lippen heran und schob sein Knie sanft zwischen ihre Beine, um sie etwas auseinander zu drängen, um seine Hüfte dazwischen zu schieben. Mit einmal nahm er auch die schnelle Atmung von Ringo deutlich wahr. Ihren Puls, der an der Halsseite sich zu beschleunigen schien. Tatsuhi löste seine Hände von ihren Armen. Mit einer Hand stützte er sich nach wie vor über sie, während er mit der anderen über ihre Wange streifte. Seine Hüfte lehnte warm inzwischen an ihrer. Ohne Scham oder Zurückhaltung. Er ließ sie förmlich spüren, was er meinte mit den Worten, dass sie längst ihm gehörte. Ganz leicht schmiegte er seine Hüfte an ihre heran, sein heißes Gemacht war ein deutliches Zeichen dafür, dass ihn diese Situation erhitzt hatte. Sein Blick blieb in ihren blauen Augen hängen. Dieses tiefe blau, dass ihn gefangen hielt.
„Spricht etwas dagegen, dass du hier bleiben willst?“, fragte er dann ehrlich heraus und lehnte sich leicht näher über sie. Seine Nasenspitze berührte fast ihre. Sie waren nun so eng aneinander geschmiegt, dass sie die Hitze des jeweiligen anderen gut spüren konnten.
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Re: [Kapitel 2] Veränderungen

Beitrag von Sarutobi Ringo am Di Nov 21, 2017 8:13 pm

Diverse Vorspiele, wie das Festsetzen, erinnerten Ringo irgendwie an waffenlose Kampfweisen. Halb dachte sie, dass sie diese Dinge besser nicht zu sehr vermischen sollten. Wenn es zu sehr einriss, würden sie nie mehr auf den Übungsplatz gehen können, wenn sie nicht völlig allein waren.
Doch sie dachte es nur halb.
Haut auf Haut. Ringo übte sich regelmäßig im Schwertkampf und besaß entsprechend selbst einige Schwielen an den Händen. Doch Ihre waren seidig gegenüber den Hornhänden von Tatsuhi. Daran konnte man sich etwas stören, doch Ringo erinnerten diese Schmiedehände eher daran, dass der Mann über ihr durchaus hart zupacken konnte, wenn er wollte. Umso überraschte war sie vor allem anfangs gewesen, als er sie gar nicht so grob anfasste wie befürchtet. Er fasste nicht zu, als wäre sie aus Metall. So wie er es sein konnte, wenn er sein Ki anstrengte.
Würde ich Metall-Ki verwenden können, dachte sie bei sich, würde ich es natürlich aushalten können.
Vielleicht wars ganz gut so, dass sie es nicht beherrschte.
„Spürst du es nicht? Du gehörst längst mir.“
Er gab ihre Hände wieder frei. Sie ließ die Arme noch ein wenig, wo sie lagen, und hielt gespannten Blickkontakt.
Dieser Ausdruck ist wohl typisch Metall-Clan, hm?, machte sie, lächelte jedoch dabei voller Erleichterung.
Sein Knie schob zwischen ihre Beine. Einen Moment lang spannte sie die Beinmuskeln, als wolle sie sein Knie festhalten, öffnete den Weg dann aber doch.
Wo war die trübe Laune von gerade eben nur hin, fragte sie sich heimlich.
„Spricht etwas dagegen, dass du hier bleiben willst?“
Sie blickte ihn an, die Augen schon leicht verschleiert, schlang die Arme um seinen Nacken und verschränkte die Hände dort.
Im Gegenteil, säuselte sie. Drängte sich ihm in einem langen Kuss entgegen, ehe sie hinzufügte: Vielleicht... arbeite ich auch schon an einem Geschenk für dich, wer weiß? Sie grinste. Etwas, was du vielleicht sogar schöner finden wirst als alles, was aus deiner Schmiede kommt.
Zumindest am Anfang würde er das. Nach einigen schlaflosen Nächten vielleicht nicht mehr so sehr.
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