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[Oda no kuni] Pinien-Hain

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[Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Alter Eremit am Do Jan 28, 2016 11:32 am

Kein Wald, der so leicht zu begehen ist wie der Hain der Enkopinie: Sträucher und Büsche überleben nicht lang, wenn diese schlechten Nachbarn damit beginnen, ihre Umgebung mit entzündlichen Gasen in Brand zu setzen, und so gibt es kaum Unterholz. Entsprechend gut hat es ein Wanderer, denn wo sonst sind die Pfade schon so breit und frei? Nur ein leidenschaftlicher Raucher sollte er nicht sein.

Spoiler:


Zuletzt von Alter Eremit am So Jan 31, 2016 10:45 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am Do Jan 28, 2016 12:02 pm

Angeblich war Vulkanasche ein toller Dünger. Ob das auch für Waldboden galt, der regelmäßig mit den verkohlenden Überresten verbrannter Bäume zu kämpfen hatte? Dies zumindest fragte sich Emi, Ringos Stubenkameradin. Die heute nicht mit dabei war, sondern anderswo ihren Spaß haben mochte. Dies hatte sie nicht davon abgehalten, Ringo noch einen zusätzlichen Auftrag aufzuhalsen.
Erde. Sie sollte Erde mitbringen.
Sehe ich aus wie ein Packesel? Demonstrativ hatte Ringo ihre Oberarm-Muskeln angespannt. Sehe ich aus wie jemand, der einfach so ein paar Pfund Erde mit sich herumtragen kann? Ich habe bereits Ausrüstung zu schleppen!
Eine Ausrüstung, die überwiegend in einen hübschen, hölzernen Tragekorb passte, der mit Heu gefüllt war. Darin lagen die - noch - leeren Fläschchen und Krüge aus Glas und Porzellan wie Eichhörnchen in Nestern. Dazu gesellten sich noch diverse Werkzeuge, mit denen man die Bäume zur Ader lassen konnte. Kleine Sägen, Bohrer, gläserne Röhrchen zum Abzapfen und dergleichen. Natürlich durfte auch etwas Proviant nicht fehlen.
Letztlich hatte Ringo zugesagt, nicht nur die Bäume zu melken und Raupen zu sammeln, sondern auch Erde einzusacken. Später. Ganz zum Schluss! Kein Krümelchen zusätzlichen Gewichts würde sie länger als nötig mit sich herumtragen.

Erst einmal unterwegs, war Ringos Laune schon wieder merklich abgekühlt. Für sich allein zu wandern, wirkte wahre Wunder. Das Wetter war gut und scheinbar stabil, die Grillen zirpten und die Spechte hämmerten. Konnte doch alles nur gut werden?
Die junge Sarutobi trug heute einfache Bauernkleidung und einen Sonnenhut aus Stroh. Keine große Scharade, schließlich durfte jeder in den Wald zum Sammeln gehen. Und gerade hier, nahe des Gebirges, kamen weit weniger Menschen des Weges.
Soviel Grund zur Entspannung, da konnte man ja fast übermütig werden! Ringo behielt dennoch einen wachen Blick auf die Umgebung, nur für alle Fälle. Sie durchquerte den weitläufigen Hain und hielt müßig Ausschau nach einem guten Platz für die erste Ernte. Eigentlich hätte sie bei jedem Baum anfangen können - doch sie wollte gleichzeitig einen Ort, an dem man gut sitzen konnte. Man hatte ja Ansprüche.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Do Jan 28, 2016 6:23 pm

Ganz verstand Akihiko nicht warm gerade er auf die 'Jagd' nach irgendwelchen Würmern und Holzsaft geschickt wurde. Er war zwar nicht unbedingt ein strickter Stadtmensch, aber dennoch fühlte er sich in dieser halb bewaldeten, halb angesengten und etwas hügeligen Gegend überhaupt nicht heimisch. Er zupfte seinen grossen Bogen, den er über den Schultern trug, zurecht und stapfte mit seinem Weidenkorb verdrossen durch die Gegend in Richtung des Zieles. Er wäre viel lieber in seiner Werkstatt am Bogen bauen und bespannen als hier durch die Pampas zu marschieren. Aber vielleicht täte ihm eine Luftveränderung auch ganz gut. Im Korb gab es ein leises Klirren. Kurz stellte er das Geflecht ab und kontrollierte die Glasfläschchen, ob noch alle kratzerlos waren. Das waren sie glücklicherweise. Der weiche Stoff wurde etwas verschoben, damit die Gläser auch wirklich keinen Schaden davontragen konnten. Beim hinlaufen wäre es nicht so schlimm, wenn ein Eines kaputtging, auf dem Rückweg wäre es jedoch mehr als unschön. Daneben gab es noch einen Beutel für die Puppen, momentan befanden sich darin diverse Gerätschaften um an das Gut der Bäume zu kommen.
Der Boden knirschte unter seinen schwarzen Stiefeln, ein paar alte Äste lagen herum. Er hatte seine übliche, recht komplizierte, Ankleide zu Hause gelassen und ein einfaches Hemd über seine Rüstung gezogen. Er musste sich schliesslich auch nicht verbergen, aber ganz schutzlos wollte er nicht sein. Sein Chunin hatte ihn gewarnt, dass eine Bande Enko die Gegend etwas verunsicherten. Die Affen-Yokai waren wohl gerade ins Alter gekommen, wo sich eine Rangliste langsam entwickelte und sie waren deshalb entsprechend bereit sich mit allem zu messen, was gerade vor die Füsse lief. Bei dem Gedanken griff der Schwarzhaarige nach seinem Köcher und liess ein paar der Pfeilenden durch seine Finger gleiten. Womöglich musste er sie schnell erreichen können. Wieder knirschte der Boden, das Laub und sämtliches halb verkohltes Zeug, auf das er trat. Dennoch fühlte er die Holzkraft, die noch immer in dem Ort steckte und seine Schritte leichter machten.
Die Baumanzahl nahm zu. Ein weitläufiger, lichter Hain aus diesen Enkopinien stand vor ihm. Er war aber nicht alleine hier. Einige Bäume weiter sah er eine Person, die sich gerade ebenfalls den Hain anschaute. War sie ebenfalls eine Shinobi? Sicherlich war sie keine aus Sangoshi, da kannte er praktisch alle. "Hey!", rief er zur Begrüssung. Es gab keinen Grund sich fern zu halten, Bauern argwöhnten ihm sicher nicht und falls es ein Shinobi aus den Bergen war, er hatte keinen Grund sich mit ihnen zu streiten, Bäume gab es genug. Auch wenn er nicht gerade gesellig war, sogar er fühlte sich hier etwas alleine. Wenn die Person sich umdrehen würde, würde sie wohl kurz das Zeichen der Shinobi sehen, versteckte Fangzähne, keine Gefahr. Dann würde er wieder seinen Korb zurechtrücken.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am Do Jan 28, 2016 9:08 pm

Je länger sie über einen geeigneten Platz zum Rasten nachdachte, umso stärker rückte ein leichtes Hungergefühl in den Vordergrund. Ringo dachte an ihren Proviant. Nahrhaftigkeit war gut und schön, doch gleichsam war darunter kein geschmackliches Wunder. Einige ihrer Lebensmittel mochte man sogar damit aufwerten können, indem man sie mit Schießpulver würzte! Da würde sie erst später drangehen. Was war mit Beeren? Es gab keine Beerensträucher, an denen man mal eben vorbeispazieren und sich nebenbei die Taschen vollstopfen konnte. Ungastlicher Wald.
Ringos Blick irrlichterte über den Boden, blieb an einem Pinienzapfen hängen. Sie las ihn auf, betrachtete ihn. Reinzubeißen schien sich anzubieten, doch ganz so langweilig war ihr dann doch noch ni...
Eine Bewegung am Rande des Blickfeldes hielt sie davon ab, sich aus purem Spieltrieb heraus wie eine Idiotin zu benehmen. Stattdessen klapperte ihr Fluchtinstinkt ab, wie hoch die Alarmstufe war. Fliehen, Kämpfen, Totstellen, auf einen Baum klettern?
Zurückgrüßen wäre ein Anfang. Nur ein Mensch. Einer, der nicht aussah wie ein Bandit oder Ronin... wobei beides oft das Gleiche war, das Eine entstand gern mal aus dem Andern. Dieser Wanderer jedenfalls wirkte eher harmlos und nicht wie einer, der auf Streit aus war. Er winkte nur etwas seltsam... Ringo kniff die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen, erhaschte noch einen kurzen Blick. Ihr Gesicht hellte sich auf vor plötzlich aufgeflammter Neugierde, und sie drehte sich ganz herum, kam dem Fremden zügig entgegen.
Tag, grüßte sie aus der Entfernung, welche sie rasch verkürzte. Vor ihrer schmalen Brust fanden sich ihre Finger zum Kuji-In Ryo zusammen, der Variante mit geschlossenem Maul, die Zeigefinger im Knäuel verborgen.
Ringo trat an ihr Gegenüber heran, als... hätte er die Süßigkeiten, die sie in ihrem Korb nicht finden würde. Als wären sie plötzlich alte Bekannte, die einander beim Schlendern im feudalen Garten begegneten. Es lag schon fast Begeisterung in ihrem Mienenspiel, als wäre es etwas unglaublich Tolles, einem anderen Shinobi zu begegnen.
Nun stand sie vor ihm, schob den Strohhut etwas weiter in den Nacken und schaute ihm aufmerksam ins Gesicht. Ihre ersten Worte lagen ihr auf der Zunge: "Hast du hier irgendwo Beeren gesehen?" Doch das verbiss sie sich, den Zapfen in der Hand - für das Kuji-In Ryo hatte sie das faustgroße Ding kurz in die Achselhöhle geklemmt.
Grüß dich, Jäger. Ihre blauen Augen verweilten auf dem Bogen, der zweifelsohne für mehr taugte als das Federn von Rebhühnern. Schon was geschossen?
Hast du es dabei? Können wir es zusammen essen?
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Fr Jan 29, 2016 2:45 pm

Die Person, eine junge Frau wie es schien, drehte sich zu ihm um. Sie steckte den Zapfen, den sie in der Hand hielt, unter die Achsel um ihm mit dem entsprechenden Shinobigruss friedlich zu begrüssen. Der Schwarzhaarige hob eine Augenbraue, liess es aber unkommentiert. Sie trat schnell näher, etwas zu schnell für seinen Geschmack. Die Haltung zu wahren und nicht in Kampfstellung oder zumindest eine Defensivhaltung zu gleiten ar in diesem Moment nicht einfach. Aber ihr Gesicht zeigte keinerlei Aggression, sie sah eher beinahe schon glücklich aus. Schon stand sie vor ihm und hob ihren hut an, damit sie sich gegenseitig mustern konnten. Blaue Augen, helle Haare, warum kannte sie den Gruss? War sie eine Spionin, die es geschafft hatte sich einzugliedern? Sie hatte mindestens fremde Wurzeln, soviel war klar. Zusammenarbeit wäre wohl möglich, eine Meldung und Überprüfung danach sicherlich auch. Aber solange sie nicht nach irgendwas brisantem fragte und sie ruhig nebeneinander arbeiten konnten, wäre das in Ordnung für ihn.
Die Kleinere blickte auf seinen Bogen, weder eingeschüchtert noch überaus neugierig, ihr Interesse galt wohl mehr möglichem Essen, dass er bei sich hatte. Ein am Gürtel baumelnder Hase war schwer zu verstecken. Er war ihm beim wandern über den Weg gehoppelt. er hatte nicht gezögert, nicht einmal gross nachgedacht, da hatte der Hase schon einen gut gezielten Pfeil im Pelz stecken. "Tatsächlich, ja", antwortete der Bogenschütze ruhig und gab dem toten Tier einen kleinen Schubs. Es war auch nicht das Einzige, was er dabei hatte, auch ein Brot, getrocknete Früchte und etwas vorgebrühter Tee. Er wollte nichts Alkoholisches auf einen Auftrag mitnehmen, sicherlich auch nicht in eine Gegend wo alles binnen Sekunden feuer fangen konnte.
Kurz blickte Akihiko hoch, prüfte den Sonnenstand, es war knapp Mittag, auch wenn die Sonne ab und an zwischen ein paar Wolken verschwand. "Hast du Hunger? Wir können unsere Vorräte teilen, wenn du magst", bot er an. "Allerdings müssten wir aus dem Hain hinaus, sonst fängt hier alles Feuer, wenn der Hase gebraten werden soll." Es war eine äusserst gastfreundschaftliche Geste seinerseits, normalerweise war er nicht ganz so. Aber wenn Es zum Frieden zwischen den beiden Shinobistämmen beitrug würde er es ohne Bedenken wieder machen. Sollte er sich dennoch hauptsächlich an seine Vorräte halten? Im Extremfall könnten ihre vergiftet sein, eine Falle. Er hatte in Oda keine unwichtige Position, sie könnte zwar bald wieder ersetzt sein, aber dennoch würde es Monate bis Jahre kosten wieder sein Netzwerk aufzubauen. Er wäre wahrscheinlich ein kleineres, aber lohnendes Ziel um die Sangoshi-Shinobi in Oda zu schwächen. Dennoch winkte er die Fremdstämmige einladend heran, als er einige Schritte aus dem Hain ging. Andererseits war er auch recht neugierig, was eine Bergshinobi so als Proviant mitnahm. Wahrscheinlich auch nicht viel was Anderes als er, falls sie überhaupt etwas dabei hatte. Er hatte schliesslich auch keinen fisch dabei, was in seinem Heimatdorf wohl das Häufigste Nahrungsmittel war.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am So Jan 31, 2016 10:43 am

Schwer zu lesen. Dieser Gedanke glitt still als Papierschiffchen durch das Rinnsal der Straße, die sich durch Ringos Geist zog. Ein nebensächliches Ding, kurzer Blickfang. Ihr Gegenüber zeigte wenig von sich. Vielleicht von Natur aus verschlossen, möglicherweise misstrauisch. Die Sarutobi verdachte es ihm nicht, war Schlimmeres gewohnt.
Ihr Blick ging zum Gürtel des Mannes, wo der Hase baumelte. "Hast du Hunger? Wir können unsere Vorräte teilen, wenn du magst."
Fleisch, antwortete sie ohne großes Zögern, wäre wirklich was wert. Da sage ich nicht Nein. Gerade in den unteren Schichten war ein Braten eher etwas für Feste, wenn irgendein denkwürdiges Ereignis große Ausgaben rechtfertigte. Fleisch auf dem Markt war nicht billig, der zumeist kleine Viehbestand zuhause dadurch umso wertvoller und Jagd keine echte Alternative, wenn der Großteil der Bevölkerung keine Waffen tragen durfte.
"Allerdings müssten wir aus dem Hain hinaus, sonst fängt hier alles Feuer, wenn der Hase gebraten werden soll."
Ein wenig wässrich im Munde wurde ihr ja schon. Ringos Gesicht zeigte offen Vorfreude, und sie zögerte nicht, ihre eigene Aufgabe zu verschieben. Für ihre Arbeit war noch genug Zeit; schließlich hatte sie ohnehin geplant, die Nacht im Hain zu verbringen.
Falls die Zeit knapp wird, arbeite ich eben etwas länger.
Sie verbeugte sich tief, um ihren Dank zu unterstreichen; dabei klappte der Deckel des Tragekorbs auf und klopfte gegen ihren Hinterkopf. Sie nutzte die Gelegenheit und warf den Zapfen ins Innere des Korbes, kam wieder hoch und der Deckel klappte zu. Um das Ding kümmere ich mich später noch. Kurz war natürlich Einblick in den Korb gewährt worden. In erster Linie war aber nur das Stroh zu sehen, zusammen mit einigen Flaschenhälsen aus Buntglas, die aus der Füllung schauten.
Ringo folgte dem Anderen zwischen den Bäumen hindurch auf die freie Fläche von Oda no kunis weiter Ebene. Gut, Euch getroffen zu haben, sprach sie respektvoll. Ich wäre nicht verhungert, aber glücklich auch nicht geworden. Sie klopfte gegen den Korb. Ich habe Reis dabei. Im Gras zirpte es. Ihr Kopf ruckte in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war. Und kann Grillen besorgen. Soll ich?
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Mo Feb 01, 2016 7:17 pm

Akihiko wusste, dass er die Regeln brach. Aber er kannte praktisch alle Wachen im Bereich um da und wusste welche bestechbar waren und welche sich am Gesetz festkrallten. Die meisten drückten bei ihm sehr gerne ein Auge zu, nicht nur weil sie dann auch etwas von dem Gejagten abbekamen, sondern weil er als Waffenschmied scheinbar generell etwas höher als der Normalmensch stand. Ausserdem hatte er Beziehungen in der ganzen Stadt, also schwang wohl auch da etwas Schutz und Furcht den Posten dadurch zu verlieren mit. Er wollte es dennoch nicht immer hinausreizen. Wenn ihn jemand fragen würde, warum der Bogen dabei war, würde er antworten; wegen den Enko. Ringo zögerte rein gar nicht, der Ausblick auf einen saftigen Hasenbraten liess wohl ihr Gaumen bereits auf Wolke sieben schweben. Magengesteuert. Ihr Blick auf das tote Tier trug massgeblich zu Akihikos Amüsement über die Situation hinzu. Er würde das ganze Tier sowieso nicht alleine Essen können. Sie folgte ihm bereitwillig, wie ein Welpe dem man einen Knochen vor dem Gesicht baumeln liess. Naiv vielleicht? Zumindest Etwas. Aber man wird nicht in die Welt gesandt mit Naivität. Aber definitiv magengesteuert, wenn sie Hunger hat, versuchte er sie bisher einzuschätzen.
Zum Dank hatte sie sich verbeugt. Er quittierte die Aktion mit einem kaum merklichen Kopfnicken, sah jedoch die fein gearbeiteten Gläser in ihrem Korb, womöglich selber Auftrag. Der einzige Unterschied war wohl das Füllmaterial, wo sie Stroh hatte, hatte er Stoff. Er zeigte seinen Korbinhalt nicht, liess sie erst einmal denken und rätseln wie sie wollte. sie würde es schon noch früh genug sehen, und warum sonst würde ein Shinobi hierherkommen? Irgendwo in der Ferne hörte man laute und relativ aufgebrachte Schreie, anscheinend prügelten sich dort ein paar Enkos. Sie waren allerdings weit weg, zu weit um die beiden Menschen zu bemerken. Auch der Wind wehte nicht in die Richtung der Yokai, sie würden den Hasen nicht braten riechen. Hoffentlich blieben sie auch dort. Der Schwarzhaarige trottete voraus, las ab und an ein paar Zweige auf, und fand schlussendlich eine ebene Stelle, den Spuren nach wären sie nicht die Ersten die hier rasten würden. Ringo zeigte sich etwas gesprächiger als er selbst, erklärte, dass sie Reis dabei hätte. Und dass sie auch ein paar Grashüpfer fangen könnte. Hätte sie sein Gesicht gesehen, würde sie wohl eine kurze Grimasse gesehen haben. Er liess eine kurze Pause, dann antwortete er: "Tu, was du nicht lassen kannst." solange sie nicht von ihm verlangte den Insekten nachzuspringen oder sie zu essen, sollte sie sich doch etwas austoben. Zwei liegende Baumstämme waren auf einer kleinen, graslosen Fläche. In der Mitte lagen ein paar Steine zu einem Kreis gelegt und darin schwarz gefärbter Boden. Der Sangoshi-Shinobi liess seinen Korb vorsichtig neben den einen Baumstamm gleiten und legte auch die Tasche mit dem Brot und sonstigem Firlefanz ab und schmiss die gesammelten Zweige neben die Feuerstelle. Dann packte er einen scharfen Dolch und begann den Hasen zu präparieren, zog ihm geübt das Fell ab. "Willst du ihn mit oder ohne Innereien?", fragte er die Blonde, bevor er sich an diese machte. Er hatte kein Problem damit, aber manche stellten sich bei dem Gedanken, selbst wenn sie Hunger hatten, etwas quer.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am Mi Feb 03, 2016 3:09 pm

Im Wind schwangen Geräusche mit. Fernes Gekeife und Gezänke, und als es aufbrauste, horchte Ringo ebenfalls hin. Eine gewisse Unruhe zog über ihr Gesicht, doch diese Empfindung war noch weit von Anfang entfernt. Denn auch die Wesen, welche diese Laute von sich gaben, waren nicht in der Nähe. Ohne den Wind, der aus ihrer Richtung strich, mochte man sie vielleicht gar nicht hören.
Kein Grund zur Besorgnis. Minkai war ein Land, in dem der Mensch es nicht leicht hatte. Schon immer waren Raubtiere da gewesen, und mit dem Aufkommen der Yokai war alles nicht gerade sicherer geworden. Trotzdem lebte ein Jeder damit, musste schließlich. Ganz gleich, ob es des nachts im Walde irgendwo laut heulte und jaulte, ob Tiger um Dörfer zogen und Hunde holten, ob beim Gewitter Fußabdrücke über den Zwischenboden des Dach hasteten oder abgemagerte Biester mit langen Zungen aus dem Plumpsklo krochen. Wer nicht gerade im bestbewachten Palast lebte, sondern sich auch mal dorthin wagte oder wagen musste, wo es schmutzig war, entwickelte eben zwangsläufig eine gewisse Kaltschnäuzigkeit.
Der Jäger mit dem großen Bogen sammelte Brennholz, während er ging. Und als Ringo das Gezirpe jenseits des Waldrandes vernahm, regte sich auch bei ihr der Wunsch, etwas aufzulesen.
"Tu, was du nicht lassen kannst."
Das ließ sie sich nicht zweimal sagen. Sie streifte durch hohes Gras, ihren Inro in der linken Hand. Mit der Rechten schnappte sie aufgescheuchte Grillen, die beim Flüchten zu hoch sprangen. Wann immer sie ein Tier fing, tat ihr Daumen einen kurzen, brutalen Schnipp, und kurz darauf schob sie die kopflose Beute in den Inro.
Dabei dachte sie kurz an Nachi, der die Daumen-Enthauptung als eklig empfunden hatte. Nachi hatt es es klug gefunden, seinen Inro innen mit Leopardenbiss-Paste zu bekleistern, damit die Grillen beim Reinstopfen von dem Gift gelähmt wurden. Nachi war inzwischen tot. Und verziehen sei dem Kami, von dessen Klippe er fiel, Nachi hatte es irgendwie auch nicht anders verdient.

Es zog die beiden an einen Ort, der offenbar gern als Rastplatz herhalten durfte. Er war angemessen hergerichtet und zeigte allerlei Gebrauchsspuren.
Der Schwarzhaarige rödelte ab, und Ringo tat es ihm gleich, stellte ihren Tragekorb seufzend hin und schaute aufmerksam drein, was sie als nächstes tun konnte.
In der Tat, sie wirkte ziemlich arglos. Ein unerschütterlicher Glaube an das Kuji-In Ryo trug maßgeblich dazu bei. Falls jemand das Mädchen mit einem Ausdruck tiefster Erschrockenheit und Enttäuschung im Gesicht sterben lassen wollte, musste man im Grunde nur das Drachenzeichen machen, lächeln und ihr einen Dolchstoß versetzen.
Im Augenblick bearbeitete der Dolch immerhin nur das Häschen. "Willst du ihn mit oder ohne Innereien?"
Gern Ohne, antwortete sie, nahm sich das Brennholz und ging vor der Feuerstelle in die Hocke. Ich möchte Yuzuke machen. Dafür reicht mir etwas Fleischbeilage. Sie baute die Äste zu einem Zelt auf, holte einen Feuerstein und ein Kunai aus dem Korb und schabte alibi-mäßig damit herum. Es kam ihr nicht wirklich auf einen anständigen Funken an. Stattdessen weckte sie ihren Feuer-Oni; sie brauchte ihn, um heiße Luft aus der Umgebung zu ziehen und in den Zweigen zu sammeln.
Kurz darauf erwachte ein Flämmchen im Holzhaufen, und Ringo schob das ganze Bauwerk etwas enger, damit das Feuer genug Nahrung fand.
Für Yuzuke brauchte man heißes Wasser. Ringo besaß offenbar keinen Kochtopf, denn sie sammelte flache Steine, befreite sie mit kräftigem Rubbeln an der Kleidung von Staub und Dreck und schob sie in die Feuerstelle. Später würden sie, glühend heiß, im Wasser landen und es auf diese Weise zum Sieden bringen. Eine verbreitete Methode für Jeden, der sein Gepäck leicht hielt und stets genug Steine um sich hatte.
Da ergriff sie während ihres Tuns das Wort, sind Enko irgendwo dort hinten, nicht? Das Affengeschnatter von vorhin. Was denkt ihr, kommen die später noch zu uns? Offenbar war die Frage eher zweitrangig, denn Ringo schob bereits nach: Wenn sie kommen, was machen wir dann? Machen wir einen Ringkampf mit ihnen, wie der Held in der Legende? Sie klang vor allem interessiert und irgendwie vorfreudig, nicht wirklich besorgt.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Sa Feb 06, 2016 11:40 am

Auch Ringo hatte die Enko registriert, was nun wahrlich nicht schwierig war. Der Wind trug ihre Geräuschkulisse weit durch den Hain und über die Ebene, warnte alle einheimischen oder nicht einheimischen Wesen vor ihrer Präsenz und Stimmung. Problematisch würde es nur werden, wenn das ganze Pack herkommen würde, gegen einen Einzelnen würde er sicherlich bestehen können, für etwas hatte er schliesslich seinen treuen Bogen dabei. Der war nicht nur zur Jagd auf irgendwelche Karnickel gedacht. Der Rastplatz war momentan ungebraucht, glücklicherweise. Auch wenn es keinerlei Probleme gegeben hätte, so war es dem Sangoshi-Shinobi lieber, wenn möglichst wenige Leute auftauchten, mit Ringo war das Quota schon ziemlich ausgeschöpft. Ringo sprang eifrig den Grashüpfern hinterher und stopfte die effizient getöteten Tiere in ihren Inro. Eine kurze Weile war es unterhaltsam ihr zuzuschauen, ihre Taktik war nicht schlecht. Die Grillen aufscheuchen und die, die zu lange in der Luft waren, zu fangen. Effizient, geschickt und recht schnell. Dennoch magengesteuert und potentiell naiv, versuchte er weiterhin mental die Eigenschaften der Bergshinobidame aufzulisten.
Das Fell übte nicht lange Widerstand. Der Hase lag nun Nackt da, das Fell über den Baumstamm gelegt um etwas zu trocknen. Die restlichen Fleischfetzen würde er später abkratzen, Essen war nun gerade die Priorität. Sie wollte keine Innereien, anscheinend war sie doch nicht ganz so hungrig, wie sie es hätte sein können. Aki nickte bloss und schnitt vorsichtig, um keine der Organe zu verletzen, den Bauch des Tieres auf. Den Kopf hatte er schon kurz nach dem schiessen weggeschnitten und es ausbluten lassen. Er hatte sich sicher nicht die Hose mit Hasenblut bekleckern wollen. Das Fleisch gab einfach nach, als er den Schnitt mit zwei Fingern auseinanderzog und die Innereien sichtbar wurden. Kurz blickte er zu Ringo auf, sie war dabei ein Feuer zu machen, das klackern des Feuersteines hallte über den kleinen Rastplatz. Einen dickeren Stock hatte er sich retten können, daran könnte er das Tier dann aufspiessen. Wie schon so oft getan, holte er Organ für Organ aus dem leblosen Körper heraus, liess sie für den Moment auf den Boden fallen. Später würde er sie vergraben, damit sie keine Wildtiere oder die Enko anlockten. Ringo ergriff das Wort, deutete auf den fernen Lärm, fragte ob es Enko seien. Der zweite Teil ihrer Wrote bereitete dem Mann jedoch spontan Sorgen, sie wollte sich mit den Yokai im Ringkampf messen? Effizient, geschickt, schnell, magengesteuert, etwas bis sehr naiv und unvorsichtig, erweiterte er seine Liste etwas überrascht über ihr Vorhaben. Es war Zeit Schadensbegrenzung zu halten: "Von dem ist abzuraten, besonders für jemand von eurer Statur. Die Enko sind von Natur aus stärker als ein Mensch und zudem sind sie im Ringen geübt." Kurz überlegte er sich, ob er selbst gewinnen könnte. Vielleicht nicht gegen einen Ausgewachsenen, aber gegen einen Einzelnen der Sprösslinge dürfte es sogar reichen. Aber wenn er darauf zurückgreifen musste, dann könnte er auch direkt Possum spielen. "Solange sie uns nicht bemerken, sollten sie auch nicht kommen. Daher sollten wir das Schicksal auch nicht herausfordern. Das da hinten sind jüngere Exemplare. Sie werden sich mit allem messen wollen, was sie treffen um die Rangordnung festzulegen. Wir sollten uns so gut wie möglich von ihnen fern halten." Die Innereien waren alle draussen, nur noch die Muskeln, Sehnen und das Skelett übrig. Es war kein fetter Hase, das Tier, zwar nicht dürr, war nicht gerade das Grösste seiner Art. Er legte das ausgenommene Tier neben sich auf das Fell über dem gekippten Baumstamm, nahm nun den Ast und fing an diesen von der Rinde zu befreien. "Im Notfall beherrsche ich Reikai, ich hoffe nur sie werden meinen Dialekt verstehen", gab er nachträglich etwas über seine Fertigkeiten Preis. Vielleicht waren die Affen ja zuträglich für Worte in ihrer Sprache. "Kannst du kurz ein Gerüst aufstellen?", unterbrach er das momentane Thema kurz, als er den Stock halb fertig gereinigt hatte. Er wollte schliesslich keine Holzspäne Im Fleisch vorfinden.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am Mi Feb 10, 2016 12:16 pm

Abzuraten wars, besonders für jemanden von ihrer "Statur". Ringo schaute den Jäger aus halb geschlossenen Augen an. Das ist mir klar. Als ich vom "Wir" sprach, meinte ich auch vorrangig "Euch". Doch sie ließ natürlich von dem Thema ab, denn der andere Harz-Sammler machte mit seinen nächsten Worten deutlich, dass er eine Begegnung mit den ungestüm krakeelenden Nachbarn lieber gänzlich vermeiden wollte.
Inzwischen war der Hase aus der Haut gefahren. Ringo hatte derweil einige müßige Blicke in die Landschaft geworfen, Grashalme zwischen den Fingern geflochten und drei Rehe bemerkt, die in einiger Entfernung grasten. Noch herrschte Friede, doch der Wind stand schlecht. Vermutlich würden die Tiere sich nicht mehr allzu lang beobachten lassen, wenn sie in einigen Momenten den Lagerplatz rochen.
"Im Notfall beherrsche ich Reikai, ich hoffe nur sie werden meinen Dialekt verstehen", ergänzte der Bogenschütze gerade.
Ringo wandte den Blick von den Tieren ab. Oho. Interesse flackerte in ihren Augen auf, und sie wollte schon auf diese Worte losgehen wie ein Bergsteiger, der in einer Felswand hängt und plötzlich einen wirklich schönen Platz für einen Kletterhaken sieht. Doch zunächst wünschte ihr neuer Begleiter, dass sie ihm zur Hand ging und ein Gestell aufbaute.
Wird gemacht. Sie suchte passende Äste mit gegabelten Enden aus dem Brennholz-Stapel, nahm ihr Kunai und schnitzte sie grob zurecht. Ein Ende der Äste wurde gespitzt, damit es gut im Boden verankert werden konnte. Reikai also. Sie hob den Ast auf Augenhöhe, um beim Schnitzen darüber hinweg zu dem Jäger schauen zu können. Sagt doch bitte einmal etwas auf Reikai. Etwas wie "Der Frosch im Brunnen weiß nichts von der Weite des Meeres" oder so, bat sie mit unschuldigem Lächeln. Oder besser, flucht einmal ordentlich. Sagt etwas Unanständiges.
Plötzlich Bewegung, ein Stückweit von ihnen entfernt.
Rehe. Drei Stück. Sie rasten in hohem Tempo relativ nahe am Lagerplatz vorbei durch das Gras.
Ringo starrte hin. Die Rehe waren in ziemlicher Eile. Dass sie sich verziehen würden, hatte Ringo ohnehin schon erwartet, doch sie hätten sich von den Menschen wegbewegen müssen, nicht dicht an ihnen vorbei.
Dort hinten, wo vor kurzem noch die Rehe gewesen waren, bewegte sich nun etwas gänzlich anderes über eine Hügelkuppe. Dadurch war es gut zu sehen: Ein gelbes, schwarzgestreiftes Wesen streifte dort umher, mit seltsam huschenden Bewegungen, die nicht so recht zu einem Geschöpf dieser Größe passen mochten.
Der Tsuchigumo mochte in seiner Schulterhöhe einem kleinen Pferd Konkurrenz machen. Durch die vier Spinnenbeine wirkte er jedoch, als würde er sich fortwährend zu Boden kauern und könnte ohne Schwierigkeiten auch einem Schlachtross in den Hals beißen.
Offenbar hatte es die Rehe unabsichtlich aufgescheucht. Nun suchte es den Platz ab. Nahm vielleicht Spur auf?
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Mi Feb 10, 2016 1:36 pm

Beleidigt, so hätte man sie wohl bezeichnen können, als sie die Augen zusammenkniff und doch etwas giftelnd nachhakte, ob Er denn gegen sie eine Chance hätte. Er liess die Frage unbeantwortet, er wollte sowieso nicht in einen Konflikt mit den Affenyokai geraten. Würde er es wirklich schaffen, gegen einen zu gewinnen? Vielleicht, allerdings würden sie ihn dann sehr wahrscheinlich in die Rangliste einschliessen und ihn direkt weiter herausfordern. Entweder endet die Sache dann in einer mehr oder weniger peinlichen Niederlage mit diversen Verletzungen, Prellungen und angeknacksten Stolz oder er wäre plötzlich der Alpha einer jungen Enkobande. So amüsant auch die zweite Vorstellung sein könnte, es würde nur noch mehr Scherereien mitbringen. Ja, definitiv, sie sollten sich aus der Sache raushalten und zumindest nicht nach deren Regeln spielen, sollte es zu einer unschönen Situation kommen.
Dann war etwas Ruhe, gut um weiter an dem Hasen zu arbeiten. Zumindest hielt es an, bis er anfügte, dass er die Sprache der Yokai beherrschte. Die Augen der jungen Frau blitzten auf, ihr Interesse wieder ganz auf ihm ruhend, zumindest kurzweilig. Er hatte sie wieder beschäftigt. Sie machte sich gewissenhaft daran das Gestell aufzustellen, soviel musste man ihr lassen. Der neugierige Funke war allerdings nicht verschwunden und dementsprechend hielt auch die Stille nicht lange an. Sie bat ihn begeistert etwas auf Reikai zu sagen oder zu fluchen. Effizient, geschickt, schnell, etwas naiv, magengesteuert, leicht mit Neuem zu beeindrucken, neugierig, unerfahren, fügte er weitere Punkte der stillen Liste an. Kurz wunderte er sich wie alt, beziehungsweise jung, sie war. Sie war nicht einfach einzuschätzen, grob um Achtzehn herum vermutlich. Sie war definitiv jünger als er, war sie schon volljährig? Dennoch, er kam ihrer Bitte nach, aber übersetzte den Satz vorher kurz für sich, damit die Aussage noch stimmte. -The frog in the well doesn't know about the vastness of the sea-, sprach er langsam und sorgfältig in dem etwas merkwürdig klingenden Kappadialekt den er gelernt hatte aus. "Fluchwörter bringe ich dir aber keine bei", fügte er etwas ernster an. Es war schliesslich auch nicht sein Job.
Aus dem Augenwinkel bewegte sich etwas, sehr schnell. Sofort spannte sich der Jäger an, blickte in die Richtung und sah fliehende Rehe. Allerdings flohen diese nicht von dem Lager weg, sondern daran vorbei. Das war nicht nur merkwürdig, sondern auch besorgniserregend. Sie kamen nicht aus der Richtung der Enko, also gab es noch eine Gefahrenquelle hier? In der Ferne war etwas schnell bewegendes zu sehen, aber zu weit um es klar auszumachen. Akihiko legte den grösstenteils von der Rinde befreiten Ast ab und nahm den Bogen den er neben sich auf den Boden gelegt hatte. Das Feuer brannte leider schon, nicht dass der Ort wirklich versteckt war. "Leise jetzt", flüsterte er Ringo zu, blickte unentwegt auf den bewegenden Schatten, der schnell grösser wurde, sie aber schneibar noch nicht gesehen oder gewittert hatte. Mit langsamen Bewegungen nahm der Schwarzhaarige den Köcher und legte ihn beinahe geräuschlos wieder an, nahm einen Pfeil, legte ihn an die Sehne aber spannte sie nicht. Was es auch immer war, es war gross und definitiv nicht menschlich. Wahrscheinlich würde es nicht mit sich diskutieren lassen, weder auf Minkai noch irgendeiner anderen
Sprache. "Eine Chance ist, dass es das Feuer scheut und deswegen unser Lager meidet oder Menschen nicht auf dem Plan stehen. Bleib dennoch wachsam", wies er sie an. Nun sah er was es war, eine gigantische Spinne. Bei der Erkenntnis verzog er das Gesicht, er mochte die Viecher definitiv nicht. Die Musterung war zu grob um wirklich im hohen Gras zu verschmelzen. Er entschloss sich keinen Warnschuss oder ruf abzugeben, noch hatte sie das Lager nicht bemerkt und er wollte nicht auf sich aufmerksam machen, wenn es noch keinen Grund dazu hatte. Dennoch ein kleiner Windstoss verriet ihm, dass der Yokai, wohl ein Tsuchigumo, bald Witterung aufnimmt. Der wind trug den Geruch des frisch gehäuteten und ausgenommenen Hasen direkt in die Richtung der Spinne. Das war definitiv nicht gut.

(out: habe Reikai jetzt eiskalt mal als Englisch geschrieben xD)
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am Mi Feb 10, 2016 3:02 pm

Sie hörte gespannt zu, wie der Jäger ihrer Bitte nachkam. Ehrlich gesagt, hatte Ringo nicht erwartet, dass er es wirklich tat. Bislang kam er ihr doch irgendwie grummelig vor. Wie jemand, der immer nur tat und sagte, was absolut nötig war. Umso besser. Sie lauschte der Übersetzung des Sprichwortes und wiederholte es sofort still und stumm für sich. Dabei bewegten sich ihre Lippen wie bei einem lautlosen Gebet.
"Fluchwörter bringe ich dir aber keine bei."
Ringo schaute überrascht drein, setzte erneut ihre Miene mit den halb geschlossenen Augen auf. Oh, aber warum nicht? Wenn sie doch sowieso niemand sonst versteht? Sie hielt kurz inne, mit gehobenem Zeigefinger. Frok dassnt well. Nein, Frok in de well... Frok ist Frosch? Sie wartete nicht auf Antwort, als fürchte sie, die Gönnerhaftigkeit des Jägers könne abrupt verfliegen, und hob ihr Kunai. Was heißt "Messer"?
Sie war nun offenbar mehr an eher alltäglichen Begriffen interessiert. So begann das Sprachenlernen schließlich gern: Zwei Fremde saßen einander gegenüber, ohne sich verstehen zu können, und trotzdem wollte man nicht schweigend herumhocken. Der Mensch war schließlich ein geselliges Wesen, und Sprechen gehört dazu. Also begann man damit, einander Dinge zu zeigen und sie zu benennen.
Ob Ringo heute die Chance bekam, einen kleinen Einblick in die Yokai-Sprache zu erhalten? Genau jetzt wohl weniger, denn schließlich kam die Natur dazwischen. Irgendwer scheuchte friedliche Grasfresser auf. Meist war dieser Irgendwer dann weder friedlich noch ein Grasfresser.
Ringo nahm sich an dem Jäger ein Vorbild und schaute in die gleiche Richtung. Sah das Untier und sog scharf die Luft ein. Sie bückte sich gerade so tief, dass sie das Wesen noch im Blick haben konnte. Das Ding kam ihr irgendwie bekannt vor. Zumindest hatte sie solche Biester schon von Weitem gesehen. Dieses Tier aber war nun schon näher dran, als je ein Exemplar zuvor.
"Eine Chance ist, dass es das Feuer scheut und deswegen unser Lager meidet oder Menschen nicht auf dem Plan stehen. Bleib dennoch wachsam."
Ringo warf dem Mann einen Seitenblick zu. Ihr klingt nicht sonderlich überzeugend, Jäger-san. Sie lächelte schwach und eindeutig nervös. Vielleicht doch ein paar böse Fluchworte? Sie schob sich etwas näher an ihren Gepäckkorb, mit verstohlenen Bewegungen, und tastete blind, denn ihre Augen blieben auf den Yokai gerichtet.

Der Tsuchigumo hatte das Lager der Menschen noch nicht gewittert, doch die Witterung der Rehe war leider stark genug. Der Yokai verharrte kurz an Ort und Stelle, schwenkte den massigen, kantigen Schädel auf dem langen Hals über den Boden. Sog den Geruch seiner Beute in sich auf, hob den Kopf und prüfte kurz im Wind. Dann setzte es sich in Bewegung, erneut auf diese zockelnde, ruckende Art, als wären ihm seine beeindruckend langen Gliedmaßen beim normalen Wandern im Weg.
Eine ganz bestimmte Gliedmaße war sehr augenfällig: Es war der Schweif, schaufelartig platt. Wer diese Wesen kannte, wußte, dass es sich bei diesem Schweif um ein weiteres Beinpaar handelte, welches im Laufe des Erwachsenwerdens zusammengewachsen war. Nun bildete es in gewisser Weise ein einzelnes, besonders starkes Bein, welches unter den Körper gezogen werden konnte. Der Tsuchigumo konnte sich damit auf hohe, weite Sprünge katapultieren.
Das Monster folgte der Rehfährte. Es würde jeden Moment die Menschen wahrnehmen. Wenn es soweit war, würde es stoppen, umherstarren und sich einmal senkrecht in die Luft befördern, um einen weiten Blick voraus zu werfen.
Dagegen war Verstecken schwer.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Sa Feb 13, 2016 3:58 pm

Sie versuchte es auszusprechen aber ohne gewisses Grundwissen war die Aktion zum Scheitern verurteilt. Es hatte ihn selbst eine halbe Ewigkeit, stahlharte Nerven und eine Menge Fisch gekostet die Sprache zu erlernen. "Ja, -Frog- ist Frosch", bestätigte er den Ast bearbeitend. Weitere Fragen konnte er nicht mehr beantworten, er hatte den Tsuchigumo gesichtet, der unweit ihres Lagers die Gegend überprüfte. Eine gewisse Nervosität stieg in dem Jäger auf, momentan noch gut maskiert. Er wollte sich nicht sofort in die Opferrolle stellen, schliesslich war er ein Jäger und somit eigentlich der Stärkere, zumindest wollte er so erscheinen. Die Frau neben ihm wirkte dennoch von seiner Erklärung etwas verunsichert. Aber, sie hatten ein Feuer, er hatte eine Waffe und sie hatten den Vorteil das Viech zuerst gesehen zu haben, es konnte sie nur noch schwerlich überraschen, zumindest hatte Akihiko das geglaubt.
Er hatte nicht gerechnet dass eine Spinne so dermassen hoch springen kann. Dementsprechend mit offenem Mund stand er da, bis ihm eine innere Stimme, die Stimme seines eigenen Lehrers, sagte dass er mit geschlossenem Mund intelligenter wirkte, zumindest ein bisschen. Also klappte er seine Klappe zu und beobachtete die springende Spinne. Diese hatte die kleine Gruppe wohl nun auch gesehen, zu übersehen waren sie zumindest nicht. In der Ferne hatte auch das Gekrakel aufgehört, wohl auch die Enko hatten den Sprung gesehen. "Es könnte ungemütlich werden wenn alle Parteien hier sind. Falls wir die Enko aufkreuzen, können wir hoffen, dass diese den Tsuchigumo als grössere Herausforderung betrachten und ihn angreifen, nicht uns. Dann können wir das Weite suchen." Assen Enko Fleisch? Vielleicht könnten sie mit dem Hasen ihre Unterstützung erkaufen, falls diese Yokai einen Sinn für Tauschhandel hatten. Oder sie benutzten das Tier als Köder für den Tsuchigumo und verdufteten, sobald sich die Spinne mit dem toten Tier beschäftigte. Eines war klar, der schwarzhaarige Bogenbauer wollte keine der beiden Parteien bekämpfen müssen, schon gar nicht mit einer Partnerin von grösstenteils ungewissen Fertigkeiten. Kurz blickte er in das Feuer, er könnte einen der Pfeile entzünden und ihn als feuriger Warnschuss auf die Spinne schiessen. Erschrecken würde sie das sicherlich, aber natürlich würde er dadurch einen Pfeil verlieren und einen Steppenbrand riskieren, sein Chunin wäre nicht glücklich darüber. "Falls du spontan einen guten Plan hast, ich wäre ganz Ohr." Er war wirklich kein sonderlich guter Planer, bevorzugte die Ausführung. Dementsprechend simpel und leicht durchschaubar waren seine Pläne stets und im Moment fiel ihm ausser das Weite suchen nicht viel ein. Immerhin schien auch der Spinnenyokai die Situation erst abwägen zu müssen. Aggression zeigen, passiv bleiben oder sich zurückziehen, was wäre wohl die beste Wahl ?
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am So Feb 14, 2016 9:29 am

Während Ringos Hände im Gepäck nestelten, tat das Biest einen Sprung, und die Kunoichi schwankte sekundenkurz zwischen Ehrfurcht und ehrlicher Furcht. Woah! Ihr Mund stand ebenso offen wie der ihres frischgebackenen Begleiters. Dieser hatte immerhin eine gewisse Ruhe in der Stimme, während die Raubspinne wieder vom Himmel fiel und - augenscheinlich überraschend weich - landete.
Holz-Element. Das Ding fängt den Sturz mit Ki ab. Ein erschütterndes Bild für Ringo, denn damit schwang sich das Monster definitiv über die Bedrohung eines Bergwolfs hinaus. Innerlich bat sie um Gelassenheit. Oh Kami, bitte gib mir Ruhe...
Ruheeeee...
, summte Akon da, Schlafeeen...
Du warst nicht gemeint! Du bist kein Kami!
Ringo blinzelte leicht, fühlte eine schwache Schwummrigkeit in sich. Und erst recht nicht so ruhig! Nicht schlafen!
Wah! Nicht schlafen!
Ikon war aufgewacht. Wach! Wach!
Wach! Waaach!
Waaaaach!

Ringos Gesichtsmimik mochte man als die übliche Sorge im Angesicht eines Monsters interpretieren. Sie schnappte immerhin aus der dezent sinnlosen Unterhaltung der Geister heraus, als der Jäger mit der Stimme der Vernunft sprach. Sein Vorschlag lautete, zwei Parteien zueinander zu bringen und gegeneinander auszuspielen.
"Falls du spontan einen guten Plan hast, ich wäre ganz Ohr."
Enko sind mir lieber als dieses Ding da, entgegnete Ringo sofort. Ihre Hände fanden, was sie suchten.

Der Tsuchigumo hatte sie natürlich erspäht, und für ihn war Planung offenbar einfach. Er jagte vorwärts, katapultierte erneut und überwand die Hälfte der Entfernung mit einem einzigen, mächtigen Satz! Und sprang direkt nochmal!

Ringo holte einen armlangen Stab aus dem Korb. Beim Durchsuchen des Gepäcks hätte man wohl vermutet, dass dieser Ast dazu diente, das Flechtwerk in Form zu halten. Zum Einen richtig, zum Andern aber steckte mehr dahinter.
Auch ein Lederbeutel kam mit hervor. Da sprang der Tsuchigumo gerade zum zweiten Mal ab.
Schießen und Rennen!, rief Ringo, hetzte ein kurzes Stück aus dem Lagerkreis heraus und warf ein Hühnerei in Richtung Feuerstelle.
Flieg und Sieg!, rief Ikon.
Was?!?
Was?!?
Feuer!

Der Tsuchigumo landete im Lager. Wer derartig weit sprang, war immerhin berechenbar im Aufschlagen. Das Schwarzpulver im präparierten Ei explodierte.
Wah! Ukon, im Stab, war aufgewacht.
Wah!
Wah!

Die Menge an Schießpulver in einem Ei war natürlich sehr begrenzt. So eine Bombe richtete keinen echten Schaden an, sondern sorgte für Verwirrung, und dies war genau jetzt auch der Fall. Offensichtlicherweise hatte der Tsuchigumo keine Angst vor Feuer, doch der Böller überraschte ihn trotzdem.
Ringo, den Stab unter den Arm geklemmt, lief einen seltsam anmutenden Seitwärtsschritt und schaffte es gleichzeitig, eine neue Eierbombe aus dem Beutel zu holen. Schießen!, rief sie ihrem Kameraden zu. Das nächste Bömbchen würde von der Drachenpfeffer-Sorte sein.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Mi Feb 17, 2016 1:09 pm

Er war nicht der einzige Geschockte, auch die Blonde war entsprechend erstarrt. Von ihrem innerlichen Gespräch bekam Akihiko natürlich nichts mit, zu sehr war er auf die Tigerspinne fixiert, die sie in ihrem Sprung erblickt hatten. Erst als er seine Gedanken preisgab schien die junge Frau wieder zu sich zu kommen. Er konnte nur hoffen, dass ihre planerischen Talente Seines ausstach, es war schliesslich nicht sonderlich schwierig. "Mir auch", antwortete er und trat von einem Fuss zum Anderen, sie durften nicht taub werden. Schon gar nicht gegen einen so schnellen Gegner wie dieser Yokai es wahrscheinlich sein kann. Wirklich Erfahrung mit dem Kampf gegen Yokai hatte Akihiko leider keine. Er war hauptsächlich in der Stadt positioniert, ein Link zur Bevölkerung, den höheren Clans und zur Informationssammlung und -weitergabe. Seine Stärke lag definitiv nicht im Zweikampf, auch nicht gegen Monster. Ein weiteres Mal überraschte der Tsuchigumo den Jäger, mittels einem einzigen Sprung hatte er praktisch die halbe Strecke zwischen sich und dem Lager überwunden. Hoffentlich konnte das Viech nicht zu oft so springen, ansonsten könnte es übel ausgehen.
Er blieb nicht lange der Einzige bewaffnete, Ringo hatte einen Bo aus ihrem Rucksack geholt und etwas kleines Rundes. Ein kurzer blick verriet Akihiko, dass es sich um ein Bömbchen handelte, er selbst benutzte diese nicht gerne, zu laut, aber hier draussen würden sie sicherlich ihren Dienst leisten. Der Yokai landete mitten im Lager, die Feuerstelle krachte laut als Antwort. Das Bömbchen war explodiert und auch wenn das Viech keine Angst vor Feuer hatte, so schien der Krach es etwas verschreckt zu haben. Schnell spannte er den Bogen und liess auf Ringos Befehl einen scharfen Pfeil auf die Spinne schnellen. Er blieb im hinteren linken Bein stecken, schien aber keinen wirklichen Schaden zu hinterlassen, ausser dass der Tsuchigumo von der Bombe und dem Pfeil nun sauer war. Kurz wagte Aki den Blick abzuwenden, der Hase lag neben ihm auf dem Holzstamm. Mit einer langsamen Bewegung nahm er das tote, gehäutete und ausgenommene Tier und warf es über den Yokai drüber. Gleich darauf spannte er den Bogen abermals und schoss auf den Yokai, hoffentlich traf er nun etwas Vitaleres. "Schade um den Hasen", murmelte er dabei etwas deprimiert.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am Mi Feb 17, 2016 6:30 pm

Affen über Spinnen. Da waren sie sich also einig. Die beiden Shinobi griffen also zur klassischen Taktik von Plänklern, indem sie fliehen und dabei Nadelstiche setzen würden. Eine feige Angelegenheit für echte Krieger, und der Tsuchigumo empfand wohl ähnlich. Jedenfalls gab er zuerst ein Brüllen von sich, als müsse er mit dem explodierenden Schwarzpulver konkurrieren, und zischte dann speichelfliegend, als ein Pfeil in ein Hinterbein eindrang.
Ringo war stehen geblieben, holte noch ein Ei aus dem Beutel. Auch der Jäger warf nun etwas. Den Hasen nämlich, und sowohl die blauen Augen der Kunoichi als auch die käferschwarz funkelnden Augen des Tsuchigumo folgten dem fliegenden Tier. Der hässliche Kopf schnappte hoch. Verfehlte! Ein Hund hätte das besser gekonnt.
Ringo atmete erleichtert auf.
Dann zitterte wieder die Bogensehne, jagte dem Yokai einen weiteren Pfeil in den drahtigen Pelz und rief erneut dieses wütende Fauchen und Schnarren hervor. Gleich darauf zerschepperte eine Eierbombe an seinen gefletschten Zähnen, Drachenpfefferchilli drang in seine Augen. Offenbar brachte dies den Yokai dazu, seine Stellung zu überdenken, denn er sprang wieder weg, tat einen mehr hohen als weiten Satz!
Ringo leitete Ki durch ihren Stab, flachte die Seiten ab und gab ihm eine Spitze. Dem Metall-Oni darin gefiel es nicht, dass das Ki im Holz-Element kreiste. Am liebsten hätte er danach geschnappt, doch Ringo gab ihm ohnehin schon seinen Anteil.
Los. Eisenzähniger Dämon.
Eisen
, schnarrte Ukon, Weich wird hart.
Eigentlich konnte man diese Technik nur mit Metallwaffen verwenden. Ringos Waffe war aus Holz, doch ein Metall-Oni steckte darin, und dies bog die Regel dieser Technik um. Der kurze Stab wurde zu einem improvisierten Schwert.
Ringo gab dem Jäger einen Klaps, als sie sich von seiner Seite löste. Erschieß mich nicht!, rief sie ihm zu und rannte los, auf die Stelle zu, wo der Tsuchigumo nun landete. Diesmal fing sich das Biest nicht ganz so elegant ab, als es aufschlug. Vielleicht wegen der eisernen Spitzen im Körper, vielleicht war es noch halb geblendet vom Pulver, vielleicht war es beides.
Ringo kam von schräg hinten heran und stieß mit dem Holzschwert zu. Hah!
Der Yokai brüllte. Der Biss des Metall-Oni schmerzte noch mehr als die Spitzen, und er fuhr herum. Die Sichelklauen hackten blind durch die Luft. Ringo, sowieso schon wieder auf dem Rückzug, hob die Waffe, und das Messer wurde ihr aus der Hand geprellt. Erschrocken sprang sie noch weiter rückwärts, aus der Reichweite des Monsters heraus.
Schieß!, rief die nunmehr waffenlose Möchtegern-Monstertöterin, Schieß wieder!

Derweil sammelten sich Zuschauer. Ein halbes Dutzend rotpelziger Affen-Yokai schaute der Sache vom Waldrand aus zu. Sie staunten bei dem Anblick, und zwei von ihnen schlossen eine Wette ab.

------

Spoiler:

Name: Holz wie Honig
Typ: Ki-Fertigkeit [Weg des Holzes]
Steigerbar: Nein
Kosten: Einmalig 3 Punkte
Beschreibung: Der Anwender erlangt Kontrolle über Holz (womit auch vom Baum gefallene Blätter und lebende Pflanzen gemeint sein können). Er lässt sein Ki in einen hölzernen Gegenstand fließen, den er manipulieren und verändern will. Einbrecher bringen beispielsweise Zäune und Wände dazu, sich zu falten und Öffnungen zu schaffen, während im Wald Kontrolle über das Unterholz erlangt werden kann. Praktisch ist diese Technik auch im dichten Bambuswald.
Um Holz verformen zu können, muss man es anfassen können oder zumindest nur wenige Handbreit von ihm entfernt sein. Das Einfließenlassen des Ki dauert einige Sekunden, weswegen man beispielsweise die Form seines Kampfstabes nicht mitten im Schlag verändern kann.

Name: Eisenzähniger Dämon
Typ: Ki-Fertigkeit [Weg des Metalls]
Steigerbar: Nein
Kosten: Einmalig 3 Punkte
Beschreibung: Der Anwender leitet Ki in seine Metallwaffe und stärkt das Material zusätzlich, sodass sie auch enorm wuchtigen Schlägen widerstehen kann. Dabei wird nicht nur die Härte gesteigert, sondern die Widerstandsfähigkeit an sich (denn Härte allein ist nicht automatisch Unzerstörbarkeit). Diese Kunst wirkt natürlich auch auf Metallpanzerungen. Manche Exzentriker nutzen diese Ki-Fertigkeit auch, um Waffen aus weichem Metall (Gold oder Silber) so widerstandsfähig wie Eisen und damit kampffähig zu machen.  
Schwäche: Metall ist unterlegen gegenüber dem Feuer; die Fähigkeiten des Eisenzähnigen Dämons verlieren ihre Wirkung, wenn der Anwender mit offenem Feuer konfrontiert wird, beispielsweise einer Fackel.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Do Feb 18, 2016 6:45 pm

Freude hatte das Viech an den beiden Menschen sicherlich nicht. Seine Angriffe blieben Grösstenteils erfolglos, während die beiden Zweibeiner eindeutig zu treffsicher waren. Akihikos Hasenwurfaktion war von Erfolg gekrönt, die Spinne versuchte, ihrerseits aber erfolglos, den Hasen zu schnappen, liess die beiden aus den Augen und bekam sogleich die Abrechnung. Ein neuer Pfeil steckte in ihrem Leib. Das darauf folgende Fauchen klang wütend, jedoch nicht schmerzerfüllt, leider. Rungo setzte direkt nach und warf eine weitere Eierbombe, dieses Mal eine pfefferige. Der Tsuchigumo befand die Lage wohl nicht mehr als sonderlich prickelnd und nahm einen gewaltigen Satz aus der Mitte, brachte genügend Höhenabstand zwischen sich und den beiden Sachen werfenden Teufeln. Aber der Hunger nagte zu stark, als dass er einfach aufgeben würde, der Hase hatte gut gerochen, frisch getötet. Die Menschen waren auch nicht zu verachten.
Es gab eine kurze Verschnaufpause im Kampf. Der Tsuchigumo hatte gerade Vorsicht gelernt und beäugte die wehrhafte Beute misstrauisch aus der Luft. Ringo nutzte die Zeit um ihren Stab in ein Schwert umzuformen, zumindest so halbwegs. Er selbst nahm einen weiteren Pfeil aus dem Köcher, zu dumm dass er gerade kein Gift dabeihatte. Er hatte wirklich nicht gerechnet sich wirklich mit einem vor Hunger wildgewordenen Yokai prügeln musste. Enko vielleicht, aber die waren wohl weniger wild darauf ihn zu essen, hoffentlich. Erdrehte den Pfeil testweise in der Hand herum, dieser hatte eine gezackte Spitze. Es war Zeit eine härtere Schiene zu fahren, die Spinne sollte nicht mehr abhauen, sondern erlegt werden. Sie war eine Gefahr für alle, nicht nur Ringo und ihn. Auch für die vielen Bauern in der Gegend. Es wäre nur eine Frage der Zeit bis sie sich in die Dörfer wagte um dort Essen zu stehlen oder direkt die Leute anfiel.
Er bekam einen Klaps, zusammen mit den Worten, dass er sie nicht erschiessen sollte. "Dann spring nicht allzu sehr im Schussfeld herum", knurrte er verdriesslich zurück. Er mochte es nicht angefasst zu werden ohne vorher das Einverständnis gegeben zu haben. Aber nun war wohl der falsche Moment für Spitzfindigkeiten. Nachher, wenn sie da noch lebten, konnte er so brummig sein, wie er wollte. Im Moment war Konzentration angesagt. Die Blonde sprintete auf den Landeplatz des Onis zu, er war wirklich überraschend lange in der Luft gewesen, konnte das Ding vielleicht seinen Fall abbremsen irgendwie? Er war zwar selbst mit dem Holzweg etwas vertraut, aber diese Fähigkeit hatte er nicht. Aki hob den Bogen, als Ringos Schwert den Yokai küsste. sobald er ein Fenster bekam, würde er schiessen. Mit der Geduld eines Jägers stand er hinter Ringo auf der Lauer. Dann kam eine Lücke, der Yokai hatte ihr ihre Klinge aus der Hand gezerrt, entsprechend war sie auch ausgewichen. Hätten sie sich nicht in einer verdriesslichen Lage befunden, hätte er sie wohl in ihrem Ungeschick getadelt. Nun aber verschoss er schweigend seinen Pfeil, dieser würde sofern er traf, stecken bleiben und sich auch nicht wirklich herausziehen lassen, eher würde er brechen und die Wunde sich irgendwann mit Sicherheit infizieren. Konnten Yokai überhaupt krank werden?
Die Enko hatte der Schwarzhaarige noch nicht bemerkt, er war viel zu sehr auf die spinne fixiert. "Bleib auf Abstand und versuche dein Stock wieder zu bekommen!", rief er der Blonden zu. "-Hier drüben, du Krabbelviech!-" Dies ging an den Tsuchigumo, vielleicht verstand er, vielleicht nicht. Er musste ihr einen Moment geben, wo sie ihre Waffe wieder erreichen konnte. Allerdings musste er sich auch vorsehen, mit der Sprungkraft würde das Ding ihn gnadenlos über den Haufen hüpfen, wenn es ihn traf. Der nächste Pfeil, ebenfalls gezackt lag wieder am Bogen. Er rannte weg von Ringo, den Pfeil stets auf den Yokai gerichtet, aber nicht zu sehr gespannt, er brauchte seine Schusskraft schliesslich. Kurz blieb er stehen, Ringo war nicht in seiner Schussbahn, dann spannte Akihiko die Sehne an, zielte nochmals kurz und betete, dass die spinne nicht gerade dann wegspringen möge. Dann schoss der nächste Pfeil auf den Tsuchigumo. Am Rande des Waldes sah er rötliches Fell, sind die Enko hergekommen? Wirklich begutachten konnte er sie nicht, er musste sich auf die spinne konzentrieren.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am So Feb 21, 2016 4:43 pm

Der Schlag war so unerwartet plötzlich gekommen. Ein Tier - oder Monster, Tier klang so harmlos - bewegte sich grundlegend anders als ein Mensch, das lernte Ringo gerade auf die harte Tour. Dabei hatte sie gehofft, es würde anders sein, denn immerhin verwendete der Tsuchigumo verfluchte Sensen!
Gerade folgte der Yokai Ringo auf eine etwas klassischere Weise: Indem er ihr einfach nachlief. Seine Gottesanbeterinnen-Sensen hackten in staubwirbelndem Rhythmus und rissen Ackerfurchen in den Steppenboden.
Angst, wisperte Ikon, Angst, Angst, Angst!
Soviel Angst habe ich auch nicht!
Ringo wich einem perfiden Vorwärtsgreifen des Monsters aus, indem sie eine Hechtrolle machte. Mein Stock! Wo ist mein Stock!
Vor allem: Wo war ihr Oni gelandet? Ohne Ukon war ihr der Metall-Weg versagt!
Nicht du, säuselte Ikon derweil weiter, Feldhamster.
Was?
Feldhamster haben Angst!

In der Tat. In einer der von der Sensen gefurchten Kerben lag ein bibbernder Feldhamster, vom durchdrehenden Tsuchigumo freigelegt und mit neuem Haarschnitt versehen.
Leg dich wieder schlafen!
Wah! Wach!
Wah! Wach!
Waaaah... Müde... So müde...
Da ist er!
Ringo erspähte ihren Stock ganz in der Nähe, wie er aufrecht in einem Büschel Gras steckte. Mit einem weiteren Sprung bekam sie ihn zu fassen, presste ihn an ihre Brust wie ein wertvolles Erinnerungsstück - und rollte panisch weg, als die Sensen wieder niederfuhren. Das Biest hatte eine bemerkenswert schlechte Treffer-Rate. Schon beim fliegenden Hasen hatte es spektakulär daneben geschnappt. Ob es Augenprobleme hatte? Wie mochte man es nennen, wenn jemand zwar fern sehen konnte, aber auf kurze Sicht nichts schaffte?
Da schlugen wieder die Pfeile ein! Ein weiteres Geschoss gesellte sich zu den aus dem Fleisch schauenden Schäften, die bei der hektischen Bewegung wild zitterten. Das drahtige Borstenhaar des Geschöpfes hatte den scharfen Metallspitzen nichts entgegen zu setzen.
Widerwillig ließ der Tsuchigumo von Ringo ab; er besaß zwar nur tierhafte Intelligenz, doch das Konzept von Schmerz, der über eine weite Strecke zu ihm kam, verstand er dennoch. Etwas biss ihn fortlaufend, und dieser Mensch dort drüben war dafür verantwortlich. Der Metallbiss vorhin war scheußlich gewesen, doch allmählich liefen die Stiche ihm den Rang ab.
Er wollte den kleinen Menschen direkt vor sich fressen. Nur einen Biss-
Noch ein Stich! In den Leib, wo es weh tat!
Schnarrend, zischend, brüllend, geifernd fuhr das Biest herum. Es würde die Stiche abstellen. Jetzt! Er winkelte erneut seinen Schweif unter den Körper, tat einen Sprung - und verfehlte diesmal noch viel mehr. Er flog, aber viel zu kurz, denn inzwischen steckte Eisen direkt in seinem Inneren und störte den Ki-Fluss des Yokai empfindlich. Sein Holz-Weg versagte stückweise. Er entschloss, zu rennen, um den Menschen mit seinen Sensen auseinander zu nehmen. Dass dieser Kampf ihn seiner besten Fortbewegungsrate beraubte, Stück für Stück, verstand er nicht. Zumindest noch nicht.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Mo Feb 22, 2016 1:01 pm

Insgesamt konnte Akihiko über den Kampfverlauf nicht klagen. Die Spinne blieb ihm relativ fern, konzentrierte sich auf die Blonde. Diese war aber eindeutig zu schnell für den Yokai und jeder noch so verzweifelte Schlag ging ins Leere. Etwas schien die Blonde abzulenken, ihr blick ruhte nicht mehr auf dem Tsuchigumo, sondern am Boden, den er aufgescharrt hatte. Er sollte ihr zuschreien, dass sie sich auf die Spinne konzentrieren sollte, schrie dann stattdessen die Spinne in Reikai an. Wirklichen Eindruck hinterliess wohl sein Geschrei nicht, mehr schon seine Pfeile. Anscheinend war nun der Bogenbauer das primäre Ziel, denn die Spinne spannte kurz ihre Glieder und sprang auf ihn zu. Im Nachhinein hätte er auch gerade so gut stehen bleiben können, sie sprang viel zu kurz, die Pfeile taten ihr Werk, hinderten ihre Bewegungen und unterdrückten ihr Holz-Ki. Falls es dem Tsuchigumo noch nicht klargeworden ist, das Räuber-Beute-Verhalten sollte sich nun umstellen. Der Yokai hatte eindeutig zu viele gute Pfeile in seinem Leib stecken, als dass Aki ihn nun laufen lassen würde. Ausserdem konnte man sicher so einige Teile von dem Viech nutzen um Waffen, Kleiderteile und sonstigen Krimskrams herzustellen. Aber hauptsächlich wollte er seine Pfeile wieder und den Stolz Dem Viech den Garaus gemacht zu haben, zusammen mit der blonden Bergshinobi natürlich.
Springen konnte er nicht mehr gut, aber er war dennoch ziemlich fix auf dem Fuss. Glücklicherweise, zumindest für Akihiko, war die Spinne nicht die einzige mit dem Holz-Weg. Er nutzte seinen eigenen um sich schnell aus der möglichen Gefahrenzone zu bringen, indem er, eindeutig eleganter als die Spinne, einen Sprung weg machte, weg von Ringo, weg von den beobachteten Enko und vor allem weg vom Tsuchigumo. Vielleicht sollte er sich irgendwann einen Dolch zulegen, zumindest wenn ihm irgendwann ein Gegner zu sehr auf die Pelle rückte. "-Gut, komm komm. Immer hinterher-", lockte er die Spinne in der fremden Sprache. "Alles in Ordnung dahinten?", fragte er die Blonde kurz, als er wieder einen leichten Sprung aus der Reichweite des mehr und mehr frustrierten Yokai machte. Er musste sparsam mit seinem Pfeilen umgehen, zehn hatte er Anfangs gehabt, vier steckten bereits in dem Yokai. Also hatte er noch sechs, einen gezackten und fünf normale. Beim nächsten Sprung holte er einen der Normalen heraus. Langsam dürfte der Yokai wissen was ihm gleich blühte. Würde er dieses Mal überhaupt versuchen auszuweichen oder wie vorher schon es einfach passieren lassen? Akihiko legte den Pfeil an, spannte, und dann flog das nächste Geschoss, dieses Mal frontal auf den Yokai zu.


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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am Mi Feb 24, 2016 5:42 pm

Frustrierend musste es sein für das alte Biest. Weder die eine noch die andere Beute konnte er fassen. Stattdessen drohte ihm, selbst erlegt zu werden. Als den Tsuchigumo selbst sein Springen im Stich ließ, wurde er noch etwas mutloser. Plötzlich ging es nicht mehr so wirklich darum, Hunger zu stillen... sondern mit dem Leben davonzukommen.

Der Jäger beherrschte es also auch, zu springen. Ringo war auf ihrem Fleck geblieben, um den Verlauf des Kampfes mit Abstand zu verfolgen, und kam langsam wieder zu Atem, nachdem die Sensenklauen des Monsters ihr so unheimlich nahe gekommen waren.
Jäger-san fragte sie von weitem, ob es ihr gut ginge. Ringo winkte etwas matt und signalisierte damit Passt schon.
Beißen
, zischte ihr Metall-Oni derweil aufgebracht. Beißen! Beißen!
Ringo schaute auf den Stock in ihrer Hand herab. Willst ihn beißen, ja? Sein Pech, dass sie aber nicht wollte. Die Sarutobi mochte nicht mehr an das Ungeheuer heran rennen und sich erneut den Waffen des Yokai aussetzen. Doch... vielleicht ging es auch anders?
Ringo atmete tief durch, legte Fokus auf das Holzschwert und verwandelte es nochmals. Wenn du beißen willst, dann halt jetzt still.

Der Tsuchigumo folgte Akihito nicht mehr, sondern nahm stattdessen eine neue Haltung ein: Er bog den Sprung-Schweif nicht mehr unter den Leib, sondern schwenkte ihn über seinen Rücken hinweg bis über den Kopf. Damit erinnerte er an einen Menschen, der sich vor Regen schützen wollte. Zusätzlich kauerte er sich nieder wie ein verspielter Hund, hob die Sichelklauen in der Gestik einer Gottesanbeterin. Grimmig schaute er unter diesen Sensen hindurch.
Er sah das Zucken, das Schwirren, das Rasen, das Blinken. Der Pfeil surrte herbei - und die Klauen fuchtelten umher, jedoch nicht zur rechten Zeit, und der Pfeil schlüpfte hindurch. Doch er fraß sich nur in den dick mit Hornhaut besetzten Fuß des Sprung-Schweifes, der sich noch ein Stück weiter vorstreckte und den Kopf dadurch deckte.
Der Tsuchigumo gab etwas wie ein entnervtes Kläffen von sich, doch er hatte ein Spiel gewagt und einen Teilsieg errungen.
Nun bewegte er sich, den Leib tief geduckt und alle entbehrlichen Gliedmaßen zur Verteidigung gehoben. Rannte, und zwar auf den Jäger zu! Letztlich war er eben doch ein alter Jäger, und er wollte seinen Widersacher kriegen!

Ringo lief durchs Gras zu Akihiko. Jäger-san!, rief sie im Rennen, Den hier! Schieß den hier! Sie schwenkte einen Pfeil, ganz aus Holz, von der Spitze bis zur Befiederung, die nur aus drei entsprechend geformten Flossen bestand. Es handelte sich um den Stab, den Ringo durch "Holz wie Honig" umgeformt hatte.
Kannst du den benutzen? Sie hielt Akihito den Pfeil hin. Erkannte offenbar selbst, dass es ohne jede weitere Erklärung unsinnig sei, und fügte hinzu: Er hat keine Eisenspitze, aber er wird durchgehen! Glaube es mir, der geht tief rein! Sie war unabsichtlich auf das Du gefallen.
Aus dem Augenwinkel sah sie das Monster herankommen, fuhr herum... und würde zusammen mit Akihiko weglaufen oder -springen, je nachdem, was der Jäger tun würde.
Ich fühle mich dabei... fast gemein, dachte sie bei sich. Ausgerechnet dieses Ungeheuer, welches sonst buchstäblich monströse Sprünge tun konnte, wurde in diesem Moment nicht nur genau daran gehindert, sondern auch noch durch besagte Sprünge ausmanövriert.
Sofern Akihiko den Pfeil nahm, würde er am Rande  seines Bewusstseins den Metall-Oni darin hören können, der in Erwartung des aufregenden Fluges bereits das Zischen und Schwirren eines abgeschossenen Pfeils nachahmte. Oder zumindest das, was er sich darunter vorstellte. Pschui, Pschui, Pschui...
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Sa Feb 27, 2016 3:46 pm

Der Yokai wechselte seine Strategie in eine defensivere Haltung. Ein paar Beine diente zum Abwehren und der dicke Schweif nutzte er nun als Schild um den empfindlichen Kopf zu schützen. Es gab nicht mehr viel freie Fläche zum treffen, der Pfeil hatte sich relativ effektlos in den Scheif gebohrt, er schien den Tsuchigumo nicht weiter zu stören. Ringo hatte derweil ihren Stab wiederbekommen, wagte sich aber nicht mehr zu nahe an den Gegner heran. Das konnte Akihiko ihr nicht verdenken, während er vorher noch relativ willkürlich gewirkt hatte, hatte wohl nun das Gehirn wieder die Oberhand über den Magen und dementsprechend kontrollierter wirkte der Yokai. Er hatte selbst begriffen dass er mittlerweile arg im Nachteil war und entsprechende Vorsicht walten lassen musste. Nun aber hatte der Bogenbauer ein kleines Problem, er konnte den Yokai kaum noch effektiv treffen, die Beine und der Schweif verdeckten alles was sehr wahrscheinlich weh getan hätte. Ausserdem rannte dieser Panzer gerade auf ihn zu. "Verflixt."
Die Blonde rief nach ihm, steckte ihm einen merkwürdigen Pfeil, eher ein Bolzen, hin mit der Nachricht er solle den Schiessen. Das Holzkonstrukt war kurz, hatte kaum eine Sptze, dennoch nahm er es schnell, denn der Tsuchigumo kam bereits wieder angerannt und zwang ihn von Ringo wegzugehen. Nachdem er wieder etwas Distanz zwischen sich und die Spinne gebracht hatte, schuate er den merkwürdigen Pfeil an. Er war kürzer als seine übrigen Pfeile, ausserdem hatte er auch keine Metallspitze und die Befiederung war auch aus Holz. War dies Ringos Stab, umgeformt durch ihr Ki? Er drehte es kurz in der Hand herum, während sie ihn fragte ob er es benutzen könnte. "Wird gehen", antwortete er kurz angebunden und liess kurz sein eigenes Ki in den Pfeil fliessen, verlägerte ihn und gab der 'Befiederung' eine tatsächliche Federform. Dann legte er den Pfeil an den Bogen. Dann stockte er kurz, hatte er etwas gehört? Nicht mit den Ohren allerdings, es war mehr in seinen Gedanken. Nervös liess er den Pfeil wieder sinken. "Oni?", fragte er Ringo mit verzogenem Gesicht. Er hörte das gedankliche Geräusch wieder, ein leises 'Pschui' echote in seinem Hinterkopf wieder. Sein Blick verfinsterte sich, in dem Pfeil steckte einer dieser verfluchten Wesen. Eine grosse Wahl hatte er aber gerade wohl nicht, also spannte der den Bogen bis an den Anschlag, dazu musste er stehen bleiben. Die Stimme wollte lauter werden, klang jedoch immer noch weit entfernt, nun aber eindeutig erfreuter. Dann schoss er, hatte mittig direkt unter den Sprungschweif gezielt. Die Stimme verschwand mit dem Pfeil, hinterliess ein saures Gefühl im Magen des Mannes.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am Mi März 02, 2016 1:39 pm

So ganz begeistert war Jäger-san nicht von Ringos Plan. Dabei war er zunächst noch recht aufgeschlossen gewesen und hatte sich nichtmals über die Unzulänglichkeit des Pfeils beschwert, sondern einfach selbst ein wenig Hand angelegt. Die Kunoichi aus den Bergen schaute zu, wie ihr Kamerad den umgewandelten Stock in eine zweckmäßigere Form goss.
Muss ich wohl beizeiten üben, bemerkte sie halblaut. Und zuckte zusammen, als der Schütze den Oni wahrnahm und recht barsch danach fragte.
Was? Ja, entgegnete Ringo hastig und gestikulierte in Richtung des näher kommenden Monsters. Was soll es? Schieß! Sie machte sich keine Gedanken darum, dass Jäger-san Ukon gehört haben musste. Es war eben passiert, Opfer mussten gebracht werden. Wenn sie dafür heute nicht gefressen wurde, tauschte sie das Wissen um den Metallgeist freudig ein.
Der Pfeil flog. Der Tsuchigumo erstarrte, wiederholte, hob die Sensenklauen und senkte den Sprungschweif. Deckte damit seinen Kopf. Ukon dagegen trillerte und pfiff vor Vergnügen, auch wenn es niemanden gab, der ihn hören konnte! Der Oni "sah" die Welt als einen schlierig dahinschießenden Farbenschleier! Das Monster, dessen Fleisch er vorhin schon hatte kosten können, war jedoch scharf. Verwischte nicht. Kam nur näher! Schnell, schnell, schnell, schneller! Ukon nahm das Ki, welches seine Herrin ihm mitgegeben hatte, und verlieh dem Holz einen nach Blut gellenden Schimmer von Stahl.
Der Pfeil schlug ein, ruckte dank Eisenschwere in seiner Flugbahn abwärts, rasierte funkenschlagend über eine Klauensense und schmetterte durch gefletschte Vorderzähne und ging weiter.
Ukon knurrte mit heller Stimme im Geist des Yokai, wie ein Wolfswelpe, der seine winzigen Zähne zum ersten Mal in Fleisch schlagen durfte. Holz-Ki, Holz-Ki, Holz-Ki überall um ihn herum! Er schnappte danach, wo es ihm möglich war, und erfreute sich daran, wirklich wirklich wirklich tief im Körper eines Opfers zu stecken.
Der Pfeil hatte sich durchgegraben bis zu den Innereien, wo - wie beim Menschen auch - die Quelle des Ki lag.
Ukon saß direkt dran, und er biss begeistert zu.

Der Tsuchigumo zuckte, brüllte ohne Stimme, wankte, brach zusammen.
Ringo schaute groß. Ist... was passiert? Hat es geklappt? Sie rieb sich die Augen. Das ging schnell... ich habe geblinzelt, und dann... Wo ist der Pfeil?

Am Waldrand brach ein keifendes Gelächter aus, und einige Enko jubelten, während andere Enko eher schnauften und schnaubten, während sie in ihre Beutel griffen und Wettschulden untereinander beglichen. Besagte Beutel hingen entweder an schlichten Stoffgürteln oder auch an Ringen, die sich die Affen-Yokai direkt in die langen Pelze flochten.
Der Anführer der Bande setzte sich als Erster in Bewegung. Kurzdarauf folgte die ganze Gruppe hinterdrein. Sie trotteten durchs Gras und näherten sich bedächtig dem zusammengebrochenen Spinnen-Yokai, der in den letzten Zügen lag.
Der Enko-Anführer schaute dabei fortwährend in Richtung der Menschen. War offenbar sehr an deren Reaktion interessiert. Was würden diese zwei Menschen wohl tun, wenn die Enkos die Gelegenheit ergriffen und den Kadaver für sich beanspruchten? Der rotpelzige Affen-Yokai war nicht unbedingt auf Streit aus und durchaus zum Handeln bereit, wollte zuvior aber schauen, ob er nicht auch durch simple Dreistigkeit die komplette Beute haben konnte.

Ringo war natürlich nicht begeistert. Sie wollte schließlich ihren Oni wiederhaben. Ey!, rief sie daher schon von weitem: Weg da! -Frok!-
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am Do März 03, 2016 11:04 am

Der Pfeil flog schnell, schneller als die vorherigen. Wahrscheinlich überraschte dies auch den Tsuchigumo, seine verzweifelt wirkenden Versuche den Pfeil abzuwenden schlugen fehl und das onibesetzte Holzgerüst bohrte sich tief in den Leib des Yokais. Akihiko senkte vorsichtig den Bogen, behielt die Spannung, falls das Biest einen letzten verzweifelten Versuch startete seinen Gegner mit sich zu reissen. Die Spinne kam jedoch glücklicherweise nicht dazu, versuchte stumm zu schreien, zuckte in den letzten Atemzügen um dann reglos zusammenzubrechen. Langsam kam der Jäger aus der Spannung, während Ringo etwas ungläubig fragte wo der Pfeil war. "Im Tsuchigumo. Wir werden die Pfeile wieder rausholen müssen", erklärte er etwas müde. Dann schüttelte er seinen Arm, lockerte ihn von der vorherigen Anstrengungen aber den Bogen legte er nicht weg. In der Ferne kreischten die Enko, einige freudig einige weniger, hatten sie tatsächlich darauf gewettet, wer gewinnen würde? Er beschloss es kurz zu ignorieren. "Bist du verletzt?" Über den Oni konnte er später reden. Dann blickte er das erlegte Viech an, der grossteil des Pelzes war noch heil, man könnte daraus sicher Umhänge machen lassen. Auch die Sensen und der Schweif waren kaum angekratzt. Sein Chunin, Takeshi, würde zufrieden sein. Natürlich musste die Beute aufgeteilt werden, die blonde Bergshinobi hatte eindeutig ihren Teil dazu beigetragen.
Aber als er an den Tsuchigumo trat, waren die beiden nicht mehr alleine. Die Enko hatten die Leiche ebenfalls im Visier. Während ihre Haltung definitiv nicht aggressiv und schon etwas respektvoll war, so schienen sie auch nicht sonderlich eingeschüchtert.Sie wussten, dass sie mehr waren, er und Ringo hätten in einem Kampffall keine Chance, konnten allerhöchstens einen oder zwei verletzen. Ringo passte das rein gar nicht, auch wenn die Wortwahl vielleicht etwas gewählter hätte sein können. Einen annähendern Enko als 'Frosch' zu bezeichnen war vielleicht nicht das Intelligenteste. "Die Beute gehört uns, wir haben sie gerissen. Ihr habt keinen Anspruch darauf und das wisst ihr!", versuchte sich Aki auf das Jägerprinzip zu berufen. Wer es umbrachte, dem gehörte es am Ende. Zumindest unter den Menschen war es so, hoffentlich gab es bei den Yokai ein ähnliches System. Er stellte sich mit finsterem Blick neben den toten Yokai, wieder einen Pfeil am Bogen, jedoch nach unten gerichtet. Er würde nicht schiessen, solange sie ihm keinen Grund geben, aber er signalisierte auch, dass er seine Beute nicht einfach so aufgeben würde. Er hatte nicht vor sich ihnen unterzuordnen. "Falls ihr etwas von uns wollt, sagt es. Ansonsten geht."
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Sarutobi Ringo am Sa März 05, 2016 12:38 pm

Ringo nickte anerkennend. Im Tsuchi. Du bist stark, Jäger-san. Allmählich kühlte ihre Aufregung wieder ab, und ihre Stimme fiel auf eine erträgliche Lautstärke zurück. Nein, nicht verletzt. Sie zupfte eine Halme pieksenden Steppengrases aus den Fasern ihrer Kleidung, die sich seit dem Gerolle und Gespringe darin verbohrt hatten. Sie überließ dem Älteren den Vortritt und folgte ihm gespannt zu dem Kadaver. Ruhig blieb sie zumindest solang, bis sie die Gesellschaft von Affen-Yokai bemerkte.
Während Ringo einen barschen Zuruf versuchte, der von den Enko eher amüsiert als eingeschüchtert hingenommen wurde, gab sich der Jäger doch erheblich eloquenter. Er machte einen diplomatischen Versuch, die Situation zu klären.
Der Anführer der Enko-Bande machte einen höchst selbstgefälligen Eindruck. Ihm machte es geradezu Spaß, vor seinen Kumpels - und für seine Kumpels - mit einem Menschen verhandeln zu können.
Wer es tötet, darf es haben, bestätigte er gemächlich, ließ sich in der Hocke nieder - und war trotzdem groß genug, um seinem Gesprächspartner auf Augenhöhe begegnen zu können. Man sah gleich, warum er der Anführer war. Aber: Gesetz der Horde. Wer mehr Leute hat, darf was abhaben.
Gesetz der Horde! HuHa!
, rief die betreffende Horde begeistert.
Ringo zuckte bei dem unvermittelten Geschrei zusammen und rettete sich möglichst dicht an ihren Kameraden heran. Für sie war die ganze Angelegenheit sehr schwer einschätzbar. Nervös blickte sie umher, während die Enkos sie umringten und eingehend betrachteten.
Das gefällt mir nicht wirklich, gab sie kläglich zu. Nicht zu verstehen, was vor sich ging, beraubte sie einer ganzen Menge Selbstbewusstsein.
Die Aufmerksamkeit des Anführers flackerte zu ihr, doch er wandte sich weiterhin an den Bogenschützen. Haben alle eure Jungen gelbes Fell, wenn sie klein sind? Diese Frage war ihm zunächst wohl interessanter als das Aufteilen der Beute.
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Re: [Oda no kuni] Pinien-Hain

Beitrag von Nakano Akihiko am So März 20, 2016 3:40 pm

Effizient, geschickt, schnell, etwas naiv, magengesteuert, leicht mit Neuem zu beeindrucken, neugierig, unerfahren, anpassungsfähig, teamfähig und definitiv mutig, erweiterte Aki die Liste über Ringo massgeblich nach dem Kampf. Sie hatte den Tsuchigumo effektiv beschäftigt gehabt, wo andere mit Sicherheit davon gerannt wären. Aber, während sie sich nun nicht mehr direkt in Gefahr befanden, hatte sich bereits eine neue Hürde aufgestellt. Die Enko wollten einen Anteil haben. Während sie das Recht des Jägers anerkannten, so wollte sich der Anführer, dem Anschein nach ein Jungyokai und ein mächtig Stolzer noch dazu, auf das Recht der Horde berufen. Aki bemerkte, dass er dennoch respektvoll Abstand hielt, die Pfeile hatte er wohl gerade eben zu fürchten gelernt. Immerhin, eines war klar: Ein Schütze zielte nicht, er tötete. Auch Aki lebte nach dem Prinzip, wenn er seine Pfeile auf etwas richtete, wollte er es am Ende tot sehen, nicht davonhumpelnd. Meistens war es glücklicherweise Wildtier, selten Yokai und ebenso selten Mensch. Im Grunde machte es aber keinen Unterschied. Enko hatten einen ähnlichen Aufbau wie ein Mensch, Herz, Hirn und sonstige Eingeweide waren an derselben Stelle, er würde mit Sicherheit grossen Schaden anrichten können, Pelz schützte vor Pfeilen schliesslich nicht.
Dennoch war er froh, dass der rotbepelzte Yokai zu Verhandlungen bereit war, ja gerade zu erpicht darauf. Er nahm sich jedoch erst die Zeit Ringo über das gesagte zu informieren: "Ich habe mich auf das Recht der Jäger berufen, wir haben es getötet also gehört es uns. Er möchte jedoch einen Anteil wie es der Horde zusteht. Nur, wir gehören nicht in seine Horde, also hätte er eigentlich auch keinen Anteil gut. Aber falls du irgendetwas hast, das ihnen vielleicht gefallen würde, jetzt wäre der Richtige Zeitpunkt, ich würde nur ungern den Tsuchigumo und einige gute Pfeile verlieren. Ausserdem am Rande: er sieht dich als Jungtier an, falls du verstehst was dies bedeutet." Wahrscheinlich bedeutete es, dass Ringo etwas Narrenfreiheit hatte, nicht zu viel, aber immerhin würde mehr Schnitzer geduldet als bei Aki, der sich auf sein Verhandlungsgeschick vollständig verlassen musste. Er hatte seine Stellung immerhin zu verlieren, momentan war er gut angesehen, zumindest war er dieser Meinung. "Wir gehören nicht zu Eurem Pack. Also sind wir euch auch Nichts schuldig. Weshalb verlangst du dennoch etwas von uns?", wollte der Jäger wissen. Vielleicht würde es Ringo genügend Zeit geben sich etwas zu überlegen, er selbst hatte nicht wirklich eine Idee, womit er die intelligenteren Yokai abspeisen konnte. "Und nein, nicht alle Jungen haben helles Haar. Es ist sehr selten", fügte er brummig an. Über die Gesellschaftsstrukturen der Menschen musste er die Affen nun wirklich nicht belehren, zumindest hatte er keine Lust drauf. Er hoffte nur, dass die Aussage den Yokai nicht veranlasste Ringo zu fordern. Das könnte sonst dennoch wieder in einen Ringkampf mit ungewissem Ende hinauslaufen.
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